Der Bayer Jürgen Oelschläger (Ainring) gewann beim Saisonfinale der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft vor 17.000 Zuschauern auf dem Hockenheimring beide Superbike-Läufe. Für den Honda-Piloten waren das die Saisonsiege drei und vier.
Beim Samstagslauf führte nach dem Start zunächst Gaststarter Markus Barth das Rennen an, stürzte aber in der 8. Runde. Die Führung übernahm der neue Superbike-Meister Stefan Nebel (Suzuki), der beim Training erstmals in der Saison die schnellste Qualifikationszeit gefahren war. In der 17. der 27 Runden ging Jürgen Oelschläger an Nebel vorbei und verteidigte die Führung bis ins Ziel. Stefan Scheschowitsch (Bad Urach) wurde Dritter. Hinter dem Österreicher Andreas Meklau erzielte der Rudersberger Andreas Hahn als Fünfter sein bestes Saisonresultat.
Beim letzten Saisonrennen am Sonntag mussten die Piloten gleich viermal an den Start. Die ersten drei Startversuche wurden nach Stürzen bzw. einsetzendem Regen abgebrochen oder annulliert. Den entscheidenden Start gewann Jürgen Oelschläger, der die Führungsposition im auf 14 Runden verkürzten Rennen nicht mehr abgab. Bei anhaltendem Regen fuhr Stefan Scheschowitsch auf den zweiten Rang. Michael Schulten (Bottrop) sicherte sich mit Rang drei im Rennen auch den dritten Platz in der Meisterschaft.
Unter den ersten Sechs im Championat änderte sich damit beim Saisonfinale nichts mehr. Stefan Nebel hatte bereits in Oschersleben vorzeitig den Meistertitel perfekt gemacht. Der Süd-Tiroler Markus Wegscheider wurde Vizemeister.