Formel Renault: Sharp sichert sich die Meisterkrone
Nach seinem fünften Saisonsieg konnte Sharp strahlen
Pole Position, Sieg und Titel: Mit einer würdigen Vorstellung zurrte der Schotte Ryan Sharp bereits beim Samstagsrennen des Finalwochenendes des Formel Renault Cups die Meisterschaft fest. Nach dem verpassten Titel ließ Hendrik Vieth in Sachen Vizemeisterschaft nichts mehr anbrennen und gewann das Saisonfinale des DMSB-Formel Renault Cups am Sonntag.
Dramatische Entscheidung auf dem Eurospeedway Lausitzring: Nach 15 überaus spannenden Rennrunden überquerte Ryan Sharp zum fünften Mal in dieser Saison die Ziellinie als Erster und sicherte sich damit vorzeitig den Titel im hart umkämpften deutschen Formel Renault Cup. Dabei musste sich der schottische Pilot des Teams Jenzer Motorsport nicht nur eines heftig attackierenden Robert Schlünssen erwehren, sondern auch seines direkten Meisterschaftsrivalen Hendrik Vieth. Doch der Deutsche aus dem hohen Norden, der von der dritten Position aus gestartet war, musste seine Titelambitionen nach einem Ausrutscher vorzeitig begraben.
„Robert konnte eindeutig schneller fahren als ich“, freute sich der neue Champion, sichtlich glücklich über seinen Husarenritt. „Aber ihm unterliefen immer wieder Fehler, so konnte ich meine Position halten.“ Sprach´s und schmiedete gleich Pläne für das Finalrennen am Sonntag: „Das will ich ebenfalls gewinnen – jetzt kann ich ja locker starten!“
Am Sonntag lagen Freud und Leid auf einem Siegerpodest nahe beeinander: Während sich Hendrik Vieth sichtlich über den Titel des Vizemeisters freute, wirkte der knapp geschlagene Robert Schlünssen wie am Boden zerstört: Der Pilot des Teams J.D. Motorsport gab sich auf dem Eurospeedway Lausitz am Sonntag auch dem Finnen Aki Rask geschlagen und musste sich damit in der Endwertung des Formel Renault Cups mit dem vierten Rang begnügen.
„Ich bin überglücklich, die Vizemeisterschaft geholt zu haben“, jubelte indes Hendrik Vieth, der praktisch auf den letzten Metern noch den bisherigen Tabellenzweiten Marc Walz überholen konnte. Dabei ließ der Norddeutsche an seinem Siegeswillen wenig Zweifel aufkommen: Mit einer gewagten Aktion luchste der junge Mann aus Filsum dem Pole Position-Inhaber Schlünssen die Führung ab. „Ich habe Robert zwei Runden lang beobachtet und dann rechts angetäuscht, bevor ich links vorbeizog“, freute sich Vieth über das gelungene Manöver diebisch.