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2003-09-23 00:42:47 - jh
Rallye nat.: Schotter-Fest am Deutschen Eck

Ronny Amm fliegt auch in der Nöhe von Koblenz
Die ADAC-Rallye Deutsches Eck feiert am Samstag (27.09.) Premiere in Koblenz. Sie knüpft an eine große Motorsporttradition in Koblenz an. So war die ADAC-Rallye Deutschland jahrelang Gast in Koblenz, zweimal wurde der heutige Weltmeisterschaftslauf sogar am Deutschen Eck, dem Zusammenfluss von Rhein und Mosel, gestartet. Bis zum Wochenende hatten sich bereits 106 Teams entschieden, bei dieser Premiere des AMC Arzbach dabei zu sein. Beim Start (ab 12.00 Uhr) und auch beim Zieleinlauf (ab 16.15 Uhr) werden die Teams mit ihren Rallye-Boliden auf der Rampe am Deutschen Eck präsentiert. Radio RPR berichtet davon live. Die Bilder von vier Kameras entlang der Wertungsprüfungen werden zudem live ans Deutsche Eck und zum Rallye-Zentrum übertragen. Der sportliche Teil findet auf dem Truppenübungsplatz Schmidtenhöhe oberhalb von Koblenz statt. Drei anspruchvolle Wertungsprüfungen – zu 99 Prozent auf Schotter - sind hier je zweimal zu absolvieren. Für die Fans gibt es einen ganz besonderen, in Deutschland bislang einzigartigen Service. Von einem einzigen Zuschauerplatz mit naheliegendem Parkplatz aus können alle drei Wertungsprüfungen auf einmal beobachtet werden. Das Rallye-Zentrum befindet sich am Messeplatz in Koblenz.

Die optimalen Rahmenbedingungen locken viele Stars der Deutschen Rallye-Szene nach Koblenz. Da auch das Finale der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) auf Schotter ausgetragen wird, nutzen viele Piloten aus der Meisterschaft die Rallye Deutsches Eck als Test. Mit Ronny Amm aus Thüringen ist der Sieger des ADAC Rallye Junior Cup 2002 dabei, die gesamte Truppe von KDS-Motorsport aus dem aktuellen Jahrgang von Deutschlands härtester Rallye-Schule testen ebenfalls in Koblenz. Citroën Deutschland schickt sein VIP-Taxi, einen Gruppe-A-Saxo, zur Vorbereitung auf das Meisterschaftsfinale ebenfalls auf die Schmidtenhöhe. Nach dem Unfall am Wochenende musste Horst Rotter allerdings seine Teilnahme im Opel Corsa Super 1600 absagen. Der Neuwieder Frank Färber, der in seinem Mitsubishi Lancer heuer schon für beachtliche Meisterschaftsresultate sorgte, nutzt die Chance, quasi vor der eigenen Haustür einen Schotter-Test zu bestreiten. Er eröffnet die Rallye mit Startnummer eins, ihm folgen u.a. Axel Friedhoff im Lancer Evo VI, der Saarländer Armin Sommer (Subaru Impreza), Paul Jerlitschka im Ford Escort Cosworth, Oberehe-Sieger Willi Stumpf im BMW M3 und Hans-Joachim Hirsch (Ford Escort).

Zu den heimlichen Stars der nationalen Rallye-Szene gehören die Teilnehmer der IG 318 IS. Die BMW-Piloten begeistern die Fans mit herrlichen Drifts. Angeführt wird die Riege der Quertreiber von Sven Hasselbach und Co Dieter Meyer aus Kördorf. Kurzfristig haben sich auch die Teilnehmer des Volvo Cups zur Teilnahme entschieden.

„Die “Zehnkämpfer” des Motorsports, als solche möchte ich die Rallyefahrer einmal bezeichnen, werden in Koblenz Einzug halten! Bei der Begeisterung des Organisationsteams und den Verantwortlichen der Stadt Koblenz bin ich sicher, den Beginn einer wichtigen Entwicklung des Rallyesports in dieser Region mitzuerleben,“ diese Worte stammen aus berufenem Munde. Armin Kohl ist Sportleiter des ADAC Mittelrhein und Chef des Deutschen WM-Laufes.
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