Briscoe setzte sich im zweiten Lauf in Zandvoort durch
Mit einem Spitzenstart holte sich Ryan Briscoe den Sieg des heutigen zweiten Rennens in Zandvoort vor seinem schärfsten Konkurrenten Christian Klien, dem Olivier Pla im Nacken saß. Bernhard Auinger und Simone Abadie rumpelten nach der ersten Kurve ineinander. Abadies Auto stand daraufhin auf dem Kopf und somit mussten, wie schon gestern, ein Drittel des Rennes hinter dem Safety-Car gefahren werden.
Dass es Ryan Briscoe (PREMA Powerteam) Christian Klien (Mücke Motorsport) nicht leicht machen würde, war abzusehen. Doch dass der Australier nicht einmal 100 Meter brauchte, um das Problem Klien im 16. Lauf der Saison zu lösen, überraschte denn doch. Mit einem Blitzstart zog er vor der ersten Kurve an dem Österreicher vorbei und etablierte sich auf Platz eins, den er bis zum Sieg nicht mehr abgab. Auch dann nicht, als das Feld nach einer langen Safety-Car-Phase zum zweiten Mal gestartet wurde.
Der Neutralisation des Rennens war ein Megashunt in der ersten Runde vorausgegangen. Einmal mehr war es die sogenannte Tarzanbucht, in der sich einige junge Herren nicht über die Vorfahrt einigen konnten. Und einmal mehr war es Bernhard Auinger (Superfund TME), der das Nachsehen hatte. Ausgangs der 180-Grad-Kehre kollidierte er mit Simone Abadie (LD Autosport) und landete neben der Strecke. Noch schlimmer erwischte es den Franzosen, der sich als Folge der Berührung überschlug.
Glücklicherweise war danach nur Sachschaden zu beklagen. Es dauerte ein Drittel des Rennens, die beiden havarierten Fahrzeuge zu entfernen und die Strecke zu säubern.
Erst dann konnte die Jagd auf Briscoe weitergehen. Doch seine Gegner hatten offensichtlich stumpfe Waffen. Anders ist es nicht zu erklären, dass der Tabellenführer mit sechs Sekunden Vorsprung vor dem Tabellenzweiten ins Ziel kam. Der souveräne Vorsprung von Brsicoe hat aber sicherlich auch damit zu tun, dass Christian Klien alle Mühe hatte, sich Olivier Pla (ASM) vom Hals zu halten und Markus Winkelhock (Mücke Motorsport) auf Platz vier 17 Runden lang Alexandre Prémat (ASM) formatfüllend im Rückspiegel beobachten konnte.
Robert Doornbos (Team Gninzani) konnte seinen Heimvorteil nicht im erhofften Maße umsetzen. Mehr als Platz sieben war für den Niederländer nicht drin. Sein Landmann Charles Zwolsman (Kolles) musste sich mit Rang 18 begnügen. Vier Rennen vor Saisonende ist es somit auch nach Zandvoort offen, wer die in diesem Jahr erstmals ausgetragene Formel 3 Euro Serie gewinnt und sich damit einen Platz in den Notizbüchern der Formel 1-Teamchefs sichert.