Den zweiten Lauf in Dijon hat überraschend das badische RWT-Team um Pilot Gerd Beisel für sich entscheiden können. Bei seinem zweiten Sieg der laufenden Saison profitierte Beisel dabei von einem Rennabbruch der wegen des Motorplatzers von Teamkollege Ivan Haberkorn erfolgte. Im Gesamtergebnis wurde Beisel dabei mit nur 0,2 Sekunden Vorsprung auf Emanuel Pedrazza und 1,5 Sekunden Vorsprung auf Marcel Steiner geführt, die sich beide im Endeffekt durch eine Kollision in der ersten Runde um die Siegchancen gebracht hatten. Mit dem zweiten Sieg in der kleinen Klasse an diesem Tag brachte Wolfgang Payr dagegen seinen SCC-Lights-Titel 2003 endgültig in trockene Tücher.
Zwar ging diesmal der Start zur Runde in Dijon glatt vonstatten, jedoch dafür lauerte das Unbill am Beginn der zweiten Runde. In der „Double Droite de Villeroy“ kollidierten die Fahrzeuge der beiden Führenden, Marcel Steiners Martini und der URD von Emanuel Pedrazza, und drehten sich beide von der Piste. Gemeinsam mussten sie das gesamte Feld passieren lassen und fielen auf die letzten Positionen zurück. Dadurch übernahm Gerd Beisel im RWT-PRC-BMW die Führung, der sich in der Anfangsphase unter heftigstem Druck von Sabrina Hungerbühler im Osella-BMW befand. Hinter diesen beiden beharkten sich Josef Pfyl im Martini MK77-BMW und Alexander Seibold im PRC-BMW. In Runde drei konnte der Schweizer am PRC des deutschen Meisterschaftsaspiranten vorbeiziehen.
Zwischenzeitlich pflügten Pedrazza und Steiner durch das gesamte Feld und liefen in der zehnten Runde auf das um Platz drei fightende Duo Pfyl/Seibold auf. Das Überholmanöver der beiden Heißsporne, bei dem der Pulk zeitweise zu dritt nebeneinander die Start/Zielgerade hochpfeilte, nutzte Seibold um mit seinem PRC an dem Martini des Schweizers Pfyl vorbeizuziehen und Rang fünf zu erobern. In der darauf folgenden Runde kauften sich Pedrazza und Steiner dann das Führungsduo Hungerbühler und Beisel an gleicher Stelle. Dann wurde das Rennen von der Rennleitung mit der roten Flagge abgebrochen.
Beisels Teamkollege, dem in der Lights-Klassse startenden Elsässer Ivan Haberkorn war kurz zuvor das zwei Liter-Opel-Triebwerk geplatzt. Auf der völlig eingeölten Strecke waren einige der Teilnehmer arg ins Rutschen gekommen weshalb der Abbruch aus Sicherheitsgründen erfolgte. Daher zählte der Stand aus Runde zehn in der Beisel mit nur 0,2 Sekunden Vorsprung vor dem zur Überholung ansetzenden Pedrazza gewertet worden war. Dahinter wurde Marcel Steiner vor Sabrina Hungerbühler klassiert. Hinter Seibold (Fünfter) und Pfyl (Sechster) kam der deutsche Osella-Pilot Rainer Fink nach seinem Ausfall in Lauf zehn zu einem siebten Platz. Die beiden Schweizer Walter Fuchs (PRC-BMW) und Rudi Jauslin (Merlin-Cosworth) belegten dahinter die Ränge in der großen Klasse.
In der kleinen Klasse kam Wolfgang Payr im zwei Liter-PRC-Opel zu einem erneuten Sieg was ihm entgültig den Titel der Lights-Klasse sicherte. Sein Teamkollege Beat Kohler kam erneut auf die zweite Position während der SCC-Debütant Giovanni Calligaris in seinem bunten Bogani-Alfa-V6 vom Ausfall Haberkorn profitierte und bei seinem zweiten Auftritt in der SCC gleich das erste Podium erzielen konnte.