Dritter Saisonsieg für Christian Klien in Zandvoort
Das erste Rennen der Formel 3 Euro Serie in Zandvoort wurde zum Großteil hinter dem Safety-Car gefahren und bescherte Christian Klien den dritten Sieg der Saison. Alexandre Prémat löste die erste Safty-Car-Phase aus, die den Tabellenführer Ryan Briscoe wertvolle Meisterschaftspunkte kostete.
Das Rennen der Formel 3 hat einmal mehr eine alte Rennfahrerweisheit bestätigt: In der ersten Kurve kann man ein Rennen nicht gewinnen, aber verlieren. Das weiß jetzt auch Alexandre Prémat. Bei dem Versuch, Tabellenführer Ryan Briscoe in der Tarzanbucht zu überrumpeln, kollidierte Prémat mit dem Australier und schied aus. Briscoe konnte nach der Aktion einen Dreher nicht verhindern. Bis der Australier seinen Dallara-Opel wieder in der richtigen Fahrtrichtung hatte, war er nur noch 21. und konnte sich damit die Hoffnung auf Meisterschaftspunkte abschminken. Da nutze es ihm auch wenig, dass wegen seines Drehers gleich drei weitere Fahrer in der ersten Kurve strauchelten und das Safety-Car das Rennen frühzeitig neutralisierte. Denn bei der Leistungsdichte der Formel 3 Euro Serie können auch Ausnahmetalente keine Wunder vollbringen. Zumal Briscoe nicht viel Zeit für Überholvorgänge hatte. Der Japaner Sakon Yamamoto sorgte nach seinem Abflug nämlich für Safety-Car-Phase Nummer zwei. Und die dauerte fünf Runden lang, die sich Prémat, Bernhard Auinger und Jamie Green nach dem Startunfall aus der Box anschauen mussten.
Als das Rennen endlich wieder frei gegeben war, blieben den besten europäischen Nachwuchsfahrern nur noch knapp vier Minuten für Positionsverschiebungen.
Christian Klien konnte das alles ziemlich egal sein. Außer der Briscoe-Attacke in der ersten Runde gab es für ihn keine sonderlichen Höhepunkte im Rennen. Mit einem fehlerfreien Start-Ziel-Sieg, garniert mit der schnellsten Runde des Rennens, empfahl er sich einmal mehr als Zandvoort-Superstar. Das konnten auch Bruno Spengler und Olivier Pla auf den Positionen zwei und drei nicht verhindern, die Runde für Runde mit anschauen mussten, wie Klien sich langsam aber sicher aus dem Staub machte, um letztlich als Erster die Zielflagge zu sehen.
Die Wünsche von Robert Doornbos wurden erhört: Vor heimischem Publikum konnte er das Rennen auf dem fünften Platz beenden, hinter Markus Winkelhock. Sein Landsmann Charles Zwolsman schaffte es dagegen in der kurzen Rennzeit nur, vom 21. auf den 16. Platz vorzufahren.