Rallye nat.: Joachim Hirsch siegt bei der Einrich-Rallye
Hirsch fuhr vier von acht WP-Bestzeiten
Zweiter Saisonsieg für Joachim Hirsch bei der 7. ADAC Einrich-Rallye des MSC Allendorf: Nach der Bierparadies-Rallye in Warstein im Mai hatte der Ford Escort Cosworth nun auch rund um Bad Ems die Nase vorn. Nach acht Wertungsprüfungen hatte der Piloten des MSC Altenkirchen allerdings nur eine Sekunde Vorsprung auf den BMW M3-Piloten Udo Schiffmann. Mit 14 Sekunden Rückstand wurde Wolfgang Köck im Opel Ascona nicht nur Gesamtdritter, sondern auch Sieger der Gruppe F bis 2000 ccm. Sein vermeintlich schärfster Mitbewerber, Andreas Schüttler, mußte seinen Opel Kadett E GSi schon nach zwei Prüfungen vorzeitig abstellen.
Neben Köck erntete vor allem der Gesamtvierte Sven Hasselbach reichlich Szenenapplaus für seine grandiose Fahrweise. Mit dem am Gruppe G-Reglement orientierten BMW 318iS aus dem gleichnamigen Cup durfte sich der Kördorfer am Ende über den sensationellen vierten Gesamtrang freuen. Auf der fahrerisch besonders anspruchsvollen Wertungsprüfung 3/6 markierte Hasselbach sogar zweimal die Bestzeit. Sprichwörtlich im Windschatten folgte Kay Ruck mit seinem 1600er-VW Golf 1 GTi, doch ein Abflug in der letzten Prüfung hätte beinahe das Aus bedeutet. Der Klassensieg geriet nicht in Gefahr, doch statt einem möglichen fünften wurde es nur der achte Gesamtrang. Lancia Delta-Pilot Jürgen Kohlmann sah somit als Gesamtfünfter und schnellster Youngtimer die Zielrampe.
Apropos Abflug: Die fahrerisch anspruchsvollen Prüfungen und der hohe Schotteranteil sorgten für das eine oder andere Malheur. Auch die Frontrunner Daniel Rexhausen im Mitsubishi (Reifenschaden nach Stachdrahtzauntreffer), Wilfried Brunken im Ford Sierra Cosworth, Dirk Klemund im Ford Escort Cosworth und auch Mitsubishi-Pilot Marc Färber landeten wenigstens einmal in der Wiese oder im Graben. Etwas zuviel wollte Holger Gasteier bei seiner Heimrallye. Am Steuer des Fiat Uno Turbo landete der Allendorfer schon beim Abfahren von WP 3 im Gebüsch. Nach weiteren Graben- und Wieseneinlagen im Verlauf der zweiten Prüfung zerbrach dann die Radaufhängung beim finalen Grabeneinschlag kurz vorm Ziel von WP 2.
Endergebnis nach 8 Wertungsprüfungen:
1. Joachim Hirsch/Fritz-Walter Vohl (Ford Escort Cosworth) 27.05 Minuten (1. Gruppe F über 2000 ccm)
2. Udo Schiffmann/Sandra Malejka (BMW M3) + 0.01 Sekunden
3. Wolfgang Köck/Petra Weber (Opel Ascona) + 0.14 Sekunden (1. Gruppe F bis 2000 ccm)
4. Sven Hasselbach/Dieter Meyer (BMW 318iS) + 0.26 Sekunden (1. Gruppe F2005 bis 2000 ccm)
5. Jürgen Kohlmann/Rolf Tietze (Lancia Delta Integrale) + 0.36 Sekunden (1. Youngtimer)
8. Kay Ruck/Dirk Ossenberg (VW Golf 1) + 0.50 Sekunden (1. Gruppe F bis 1600 ccm)
9. Marc Färber/Alexandra Färber (Mitsubishi Evo IV) + 0.53 Sekunden (1. Gruppe F2005 über 2000 ccm)
13. Achim Wolf/Uwe Klockhaus (VW Polo) + 1.14 Minuten (1. Gruppe F bis 1300 ccm)
34. Christian Löffel/Christian Bardehle (Nissan Sunny) + 2.40 Minuten (1. Gruppe G1)
47. Markus Rosam/Melanie Frank (BMW 318iS) + 3.49 Minuten (1. Gruppe G3)
WP-Bestzeiten:
Hirsch 4, Schiffmann 3; Hasselbach und Scherer je 2.