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2003-09-15 11:56:37 - jh
Junior Cup: Maik Steudten gewinnt Cup 2003

Fünfter Sieg im siebten Lauf - Titel für Steudten
Mit dem fünften Sieg beim siebten Lauf sicherte sich Maik Steudten vorzeitig den Titel im ADAC Rallye Junior Cup 2003. Zusammen mit Co-Pilotin Katrin Becker dominierte der 26jährige aus Schongau im Citroën Saxo VTS auch den Cup-Lauf bei der ADAC-Rallye Inn-Chiemgau. Der vorzeitige Titelgewinn wurde möglich, nachdem Steudtens härtester Verfolger Markus Fahrner (23, Kleinheppach) seinen VW Polo nach einem Getriebeschaden vorzeitig abstellen musste. Mit dem zweiten Platz im Chiemgau baute Basti Vollak (20, Solingen) im VW Polo seine Führung in der Herbstmeisterschaft für den punktbesten Piloten der letzten drei Saisonläufe weiter aus.

„Das ist der Lohn für 2 Jahre harte Arbeit“, freute sich Maik Steudten auf der Zielrampe in Trostberg. Schon im vergangenen Jahr wurde er dritter in der Cup-Wertung und damit auch Gewinner der Rookie-Wertung. Ihm gelang 2002 zudem das Kunststück, gleich beim ersten Lauf auch als Sieger über die Rampe zu fahren. Heuer zeigte er mit seinen fünf Saisonsiegen eine bislang in der Cup-Geschichte noch nicht gekannte Dominanz. Auch im Chiemgau markierte er auf sieben der zehn Wertungsprüfungen (WP) jeweils die schnellste Zeit. Als der bis dahin zweitplatzierte Markus Fahrner mit einem Getriebeschaden ausrollte, „schaltete ich einen Gang zurück.“ Steudten begnügte sich auf den letzten drei Prüfungen damit, den Laufsieg und damit den vorzeitigen Cup-Gewinn ins Ziel zu fahren. Für die Teilnahme an der Deutschen Rallye-Meisterschaft 2004 erhält der Bayer nun vom ADAC ein Preisgeld von 25.000 Euro.

„Das ist halt Rallye“, Markus Fahrner stand nach dem Ausfall die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Der Schwabe lag auf Platz zwei, „und ich hätte mit diesem Resultat die Entscheidung um den Cup-Sieg bis zum Finallauf vertagen können.“ Chris Senz (21, Meerbusch) hatte sich nach einem Ausritt schon aus der Spitzengruppe verabschiedet. Sein KDS-Teamkollege Florian Auer (20, Freilassing) fiel nach einem Getriebeschaden in der letzten WP von Platz drei auf Rang elf zurück.

Kurze, aber teilweise sintflutartige Regenschauer würfelten ab der siebten Prüfung das Klassement in Deutschlands härtester Rallye-Schule kräftig durcheinander. In den Regenfluten katapultierte sich Aaron Burkart (20, Konstanz) nach einem verhaltenen Start von Platz 10 – auch mit einer Bestzeit in der letzten WP – auf Gesamtrang drei nach vorne. Konstantin Keil (21, Niestetal): „Das macht richtig Spaß bei dem Wetter“, profitierte vom Regen und verbesserte sich von Platz 12 auf Rang 7. Thomas Hölzlhammer (22, Mainz) sicherte sich von Rang 8 kommend mit Platz vier sein bestes Cup-Resultat. Damit wurde er im Chiemgau auch der Bestplatzierte Neueinsteiger. In der Rookie-Wertung 2003 konnte Mathias Kuhnert (23, Lahstedt) seine Führung verteidigen. Er liegt mit 55 Punkten knapp vor Thomas Hölzlhammer (50), den punktgleichen Daniel Steudel und Florian Auer mit jeweils 49 Zählern und Alexander Knauer mit 46 Punkten. Hier steht den Rookies noch ein spannendes Finale bevor.

In der Herbstwertung hat Basti Vollak seine Führung ausgebaut. Mit nun 45 Zählern liegt er deutlich vor Maik Steudten (25) sowie Mathias Prillwitz und Thomas Hölzlhammer mit jeweils 24 Zählern. Viel Pech, aber auch viel Glück hatte der Berliner Matthias Prillwitz. Zuerst tankte die Service-Crew versehentlich Diesel statt Benzin in den Tank des VW Polo – was dieser mit einer reduzierten Leistungsabgabe quittierte. Bei der Aufholjagd flog er im Ziel der letzten WP von der Strecke in ein Maisfeld, „aber wir sind gerade noch durch die Lichtschranke gehuscht und die Zeit war somit schon festgehalten.“
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