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2003-09-15 00:23:45 - ks
Supercup: Huismann in Italien siegreich

Huisman kehrte im Supercup wieder auf die Siegerstraße zurück
Patrick Huisman holte beim zehnten Lauf des Porsche-Michelin-Supercup im italienischen Monza seinen ersten Sieg 2003. Der Niederländer übernahm in der siebten von 12 Runden die Führung von dem Amerikaner Patrick Long, als dieser wegen Abkürzens einer Schikane zu einer Stop-and-Go-Strafe in die Boxengasse gerufen wurde. Der Erfolg in Monza ist der 18. in Huismans Supercup-Karriere, die ihm vier Gesamtsiege in Folge (1997 bis 2000) brachte.

Wolf Henzler, der das Rennen vom fünften Startplatz aus aufgenommen hatte, fuhr seinen Porsche als Zweiter über die Ziellinie, nachdem er Frank Stippler in der vorletzten Runde überholen konnte. Pierre Kaffer wurde Vierter.

Mike Rockenfeller als Trainingsschnellster verwickelte Klauf Graf, der von Position vier gestartet war, in der ersten Runde in einen Unfall. Während Graf sofort ausfiel, fuhr Rockenfeller bis zur Ascari-Schikane weiter. Dort stellte sich sein Auto wegen eines vorher beschädigten Reifens quer und löste einen weiteren Unfall aus, der unter anderem Emmanuel Collard, Alessandro Zampedri und Tim Bergmeister aus dem Rennen warf. Nach dem Zwischenfall führte das Safety Car das Feld bis einschließlich der fünften Runde um den Kurs.

In der Fahrerwertung hat sich Wolf Henzler die Führung von Pierre Kaffer zurückgeholt, die dieser vor zwei Wochen in Budapest übernommen hatte. Kaffer liegt nun mit vier Zählern Rückstand punktgleich mit Frank Stippler hinter Henzler.

Die Entscheidung im Rennen um den Porsche-Michelin-Supercup 2003 ist damit auf die letzten beiden Läufe in Indianapolis (USA) am 27. und 28. September vertagt.

Patrick Huisman (Sieger): "Beim Start bin ich sofort auf Kampflinie gefahren und konnte vor der ersten Schikane drei Gegner überholen. Dann kam der Unfall von Mike und Klaus. Die Fahrer an der Spitze gingen vom Gas, ich konnte weiter aufschließen. Als Patrick Long plötzlich verschwand, wusste ich gar nicht, was das zu bedeuten hatte. Mein Rennen heute stand unter dem Motto: Im Chaos den Überblick bewahren."

Wolf Henzler (Platz zwei): "Ich hatte einmal richtig Glück und einmal richtig Pech. Als Mike und Klaus den Unfall hatten, mussten Frank und ich stark abbremsen. Unsere Autos berührten sich fast, ich verlor zwei Plätze. Das Glück hatte ich nach dem Crash von Rockenfeller in der Ascari-Schikane: alle mussten ausweichen, einige durch den Dreck, aber ich fuhr gut durch. Nachdem ich Stippler hinter mir hatte, bin ich weiter hart am Limit geblieben, um meinen Platz in das Ziel zu retten. Ich freue mich irrsinnig auf Indy. Diese Strecke liegt mir, dort will ich ganz vorne dabei sein."

Frank Stippler (Platz drei): "Pierre hat mich im Chaos von Rockenfellers Unfall getroffen. Danach stand mein Lenkrad schief, ich überlegte, in der Safety Car-Phase an die Box zu fahren. Aber dann entschloss ich mich, weiterzumachen. Meine Position konnte ich nicht lange gegen Wolf verteidigen. Unter diesen Umständen bin ich mit Platz drei zufrieden."

Pierre Kaffer (Platz vier): "Als Franks und mein Auto zusammenstießen, beschädigte ich meine Felge und bekam starke Vibrationen. So gesehen bin ich froh, so weit vorne angekommen und noch immer im Rennen um den Gesamtsieg zu sein."
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