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F1: Vorteil Schumacher in Monza

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Michael Schumacher sicherte sich im Einzelzeitfahren Startplatz eins |
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| Beim Ferrari-Heimspiel im italienischen Monza hat sich Michael Schumacher den ersten Vorteil erarbeitet. Der amtierende Weltmeister sicherte sich nach einer fehlerfreien Fahrt mit 1:20,963 Minuten vor seinem schärfsten Verfolger im Kampf um die WM-Krone, dem Kolumbianer Juan Pablo Montoya, die Pole Position. Jetzt hofft der fünfmalige Weltmeister auf eine Wende und zeigte sich entsprechend erleichtert: „Jetzt sind wir wieder bei der Musik“, sagte der Kerpener nach dem Qualifying – wie ein Triumphator streckte er nach der Zieldurchfahrt die Faust in die Luft. Der Kampf um den besten Startplatz war bis zum Schluss spannend: Nur 51 tausendstel Sekunden trennten am Ende Schumacher und Montoya.
„Gerade im Qualifying haben wir zuletzt geschwächelt“, gab Schumacher zu. Die letzte Bestzeit ist schon ein paar Tage her, zuletzt stand er beim Großen Preis von Österreich auf dem A1-Ring auf Startplatz eins. Ein dickes Lob zollte auch Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo seinem teuersten Angestellten: „Ich bin stolz auf Michael. Wenn es drauf ankommt, ist er immer da.“ Bis zu seiner insgesamt 55. Pole musste Schumacher aber noch ein wenig Zittern. BMW-Pilot Juan Pablo Montoya, der als letzter Fahrer auf Zeitenjagd ging, führte nach zwei von drei Sektorzeiten knapp vor Schumacher. Im letzten Sektor büßte der Kolumbianer aber die entscheidenden Sekundenbruchteile ein. „Wir sind in einer guten Position fürs Rennen“, sagte der Kolumbianer gelassen. „Wir erwarten ein ganz enges Duell mit Ferrari“, meinte BMW-Motorsportdirektor Gerhard Berger. Rubens Barrichello nimmt das Rennen am Sonntag von Startplatz drei aus in Angriff. Ebenfalls für die zweite Startreihe qualifizierte sich Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes. „Alle drei Titelaspiranten in den ersten beiden Startreihen: eine tolle Ausgangsposition für das Rennen“, sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Auch wenn der „Iceman“ lieber in der ersten Startreihe gestanden hätte, für das Rennen ist er zuversichtlich: „Ich habe im Einzelzeitfahren meine beste Zeit des Wochenendes gefahren, mehr war einfach nicht drin. Im Rennen selbst sind wir konkurrenzfähiger, und mit der richtigen Strategie ist alles möglich. In der Fahrerwertung führt vor dem 14. von insgesamt 16. Läufen zur Formel-1-Weltmeisterschaft Michael Schumacher (72 Punkte) vor Juan Pablo Montoya (71 Punkte) und Kimi Räikkönen (70 Punkte). Eine gute Leistung zeigte BMW-Ersatzfahrer Marc Gené: Der Spanier qualifizierte sich im Williams-BMW für Startplatz fünf. Die Voraussetzungen dafür waren wie geschaffen, denn erst in der letzten Woche absolvierte er auf dem 5,793 km langen Hochgeschwindigkeitskurs Testfahrten. „Ich hoffe, dass ich das Team hier im Titelkampf gut unterstützen kann“, so Gené, dessen bestes Ergebnis in einem Formel-1-Qualifying bislang Platz 15 war. „Allerdings war meine Runde nicht sehr gut.“ Keinen Grund zur Zufriedenheit hatte dagegen das Mönchengladbacher Sauber-Duo: Heinz-Harald Frentzen wurde 14., Nick Heidfeld startet von Platz 16.
Ergebnis Qualifying
1. Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari 1:20,963 Minuten
2. Juan Montoya (Kolumbien) Williams-BMW 1;21,014 Minuten
3. Rubens Barrichello (Brasilien) Ferrari 1:21,242 Minuten
4. Kimi Räikkönen (Finnland) McLaren-Mercedes 1:21,466 Minuten
5. Marc Gene (Spanien) Williams-BMW 1:21,834 Minuten
6. Jarno Trulli (Italien) Renault 1:21,944 Minuten
7. Jenson Button (England) BAR-Honda 1:22,301 Minuten
8. David Coulthard (Schottland) McLaren-Mercedes 1:22,471 Minuten
9. Olivier Panis (Frankreich) Toyota 1:22,488 Minuten
10. Jacques Villeneuve (Kanada) BAR-Honda 1:22,717 Minuten
11. Mark Webber (Australien) Jaguar-Cosworth 1: 22,754 Minuten
12. Cristiano da Matta (Brasilien) Toyota 1:22,914 Minuten
13. Giancarlo Fisichella (Italien) Jordan-Ford 1:22,992 Minuten
14. Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach) Sauber-Petronas 1:23,216 Minuten
15. Justin Wilson (England) Jaguar-Cosworth 1:23,484 Minuten
16. Nick Heidfeld (Mönchengladbach) Sauber-Petronas 1:23,803 Minuten
17. Jos Verstappen (Niederlande) Minardi-Cosworth 1:25,078 Minuten
18. Zsolt Baumgartner (Ungarn) Jordan-Ford 1:25,881 Minuten
19. Nicolas Kiesa (Dänemark) Minardi-Cosworth 1:26,778 Minuten
20. Fernando Alonso (Spanien) Renault 1:40,405 Minuten
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