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2003-09-07 17:55:48 - ks
DTM: Erster Sieg 2003 für Marcel Fässler

Fässler setzte sich gegen Schneider durch
Den spannenden achten Lauf der DTM auf dem A1-Ring in Österreich gewann Vorjahressieger Marcel Fässler (AMG-Mercedes CLK) hauchdünn vor seinem Markenkollegen Bernd Schneider, der ihm fast von Rennbeginn an praktisch an der Stoßstange gehangen hatte. Fässler gelang es jedoch bravourös, seine dritte Pole Position in diesem Jahr in seinen ersten Saisonsieg zu verwandeln. Dritter wurde Mercedes-Youngster Christijan Albers aus den Niederlanden. Der amtierende Champion Laurent Aiello wurde im Abt-Audi TT-R Vierter vor seinem Teamkollegen Mattias Ekström. Schneider baute seine Tabellenführung auf 57 Punkte aus, Albers folgt mit 54. Fässler konnte mit seinem Sieg seinen Rückstand von elf auf nun neun Punkte reduzieren. Aiello hat als Vierter der Tabelle 37 Punkte. Das letzte Rennen der DTM auf dem A1-Ring, der ab Oktober komplett umgebaut wird, besuchten 60.000 Zuschauern am Rennwochenende - fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr.

In der hitzigen ersten Rennrunde wurden vier Fahrer durch einen Unfall unglücklich aus dem Rennen geworfen: Christian Abt (Abt- Audi), Jean Alesi (Mercedes-Benz) sowie die beiden Opel-Piloten Peter Dumbreck und Timo Scheider. Das Rennen wurde bis zur sechsten Runde durch das Safety Car neutralisiert.

"Das Rennen war unheimlich schwer, ich musste mich mit Händen und Füßen gegen Bernd Schneider wehren", sagte Sieger Marcel Fässler. "Dabei habe ich mir einen Bremsplatten eingefangen und Probleme mit der Bremsbalance bekommen. Aber schlussendlich habe ich es geschafft - auch dank meines HWA-Teams, das mir mit einem sensationell schnellen Boxenstopp geholfen hat." Sportchef Norbert Haug lobte den 27-jährigen Schweizer: "Wer fast 40 Runden lang dem Druck eines Bernd Schneider Stand hält, hat das Zeug, ein ganz Großer zu werden." Der dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda, der auf Einladung von Mercedes-Benz die DTM am A1-Ring besuchte, war hellauf begeistert: "Das Duell zwischen Fässler und Schneider war atemberaubend bis zum Schluss. Besser kann man ein Autorennen nicht präsentieren. Die Formel 1 kann viel lernen von der DTM, denn hier bekommt der Fan mehr für sein Geld. Das ist auch die Zukunft für die Formel 1."

"Ich bin ein bisschen enttäuscht über das Ergebnis", sagte Champion Laurent Aiello, "denn nach dem Warm-up heute früh habe ich mir berechtigte Hoffnung auf eine bessere Platzierung gemacht. Ich habe gepusht, aber mehr war heute nicht drin, Marcel und Bernd waren nicht zu schlagen." Teamchef Hans-Jürgen Abt freute sich: "Wir haben mit Laurent auf Rang vier, Mattias Ekström als Fünftem und Martin Tomczyk als Achtem drei Fahrer in den Punkten. Das ist ein gutes Teamergebnis. Und ich bin überzeugt, dass uns in zwei Wochen die Streckencharakteristik von Zandvoort einen Tick besser liegt als die des A1-Rings. Dann würden wir gerne an den Erfolg des letzten Rennens auf dem Nürburgring anknüpfen, wo Laurent gewonnen hat."

"Mit meinem Ergebnis bin ich zufrieden", resümierte Alain Menu als Siebter und bestplatzierter Opel-Pilot. "Ich bin wegen des Crashs beim Start vom Gas gegangen und war dann Letzter. Dass ich auf Rang sieben nach vorne fahren konnte, zeigt, dass für meinen Opel- Kollegen Peter Dumbreck ein Podiumsplatz möglich gewesen wäre, wenn er nicht in den Unfall verwickelt gewesen wäre." Opel-Sportchef Volker Strycek meinte: "Es ist natürlich dramatisch, die beiden besten Fahrer in der ersten Runde zu verlieren. Außer Peter war ja auch Timo Scheider aus dem Rennen, weil ein Wrackteil den Kühler seinen Astra durchschlagen hat. Wir waren nach den guten Warm-up-Zeiten sehr zuversichtlich. Insofern ist der siebte Platz nicht das, was wir uns erhofft haben, aber angesichts der Tatsache, dass Alain von ganz hinten auf Platz sieben fuhr, eine bemerkenswerte Leistung." Strycek bedauerte den Abschied von der Berg- und Talbahn in der Steiermark: "Schade, dass der A1-Ring jetzt erst mal aus dem Kalender gestrichen wird", bedauerte Strycek. "Die Atmosphäre ist immer toll, die Rennen spannend und der gewaltige Zuschauerzuspruch zeigt, dass wir mit der DTM gute Arbeit geleistet haben.


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