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WRC: Petter Solberg gewinnt Herzschlagfinale

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On Top in Down Under: Petter Solberg |
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| Zweiter Saisonsieg für Petter Solberg: Nach der Rallye Zypern siegte der Subaru Impreza-Pilot auch bei der Rallye Australien. Nach einem an Spannung und Dramatik kaum zu überbietenden Finale wurde der Franzose Sebastien Loeb im Citroen Xsara in Down Under zweiter. Richard Burns (Peugeot) baute mit Rang drei seine Tabellenführung weiter aus. Im der Marken-WM liegen Citroen und Peugeot nun mit jeweils 110 Punkten gleichauf an der Spitze.
„Der Sieg ist sehr wichtig und ich bin super zufrieden“, strahlte Solberg. „Am ersten Tag hatten wir mal 15 Sekunden verloren, und die haben wir uns heute wiedergeholt. Ich mag Asphalt sehr und bin zuversichtlich, auch bei den nächsten drei Rallies reichlich Punkte zu sammeln.“ Sebastien Loeb war nicht allzu traurig. „Der Regen wurde immer stärker und auf der vorletzten Prüfung haben wir zu viel Zeit verloren. Kurz nach dem Start der letzten Prüfung habe ich nach einem Fahrfehler den Motor abgewürgt. Danach wußte ich, dass ich keine Chance mehr habe. Ich freue mich jetzt auf die drei Asphalt-Rallies, denn unser Citroen hat in der Vergangenheit bewiesen, dass wir dort gute Chancen haben.“ Burns: „Wir sind sehr zufrieden, Petter und Sebastien waren einfach zu schnell. Marcus hatte versucht, das Tempo mitzugehen und ist abgeflogen.“
Insgesamt sieben Mal wechselte die Führung zwischen Loeb und Solberg. Nach drei Prüfungen hatte der Norweger mit 14,6 Sekunden Vorsprung die Nase vorn, doch Super-Seb holte auf und übernahm nach der achten Prüfung die Führung. Nach Tag eins waren es 4,1 Sekunden, im Ziel der zweiten Etappe 5,0 Sekunden. Zu Beginn des letzten Tages legte „Hollywood“ noch ein paar Kohlen nach und übernahm mit 0,6 Sekunden Vorsprung die Führung. Nur eine Prüfung später hatte der Citroen mit 1,3 Sekunden wieder die Spitze zurückerobert.
Aufgrund des stärker werdenden Regens ließ Loeb vor den beiden Finalprüfungen etwas schmalere Michelin-Pneus montieren, obwohl er diese noch nie benutzt hatte. „Colin und Carlos haben mit diesen Reifen gute Erfahrungen gesammelt und deshalb hat sich Sebastien hierfür entschieden“, verteidigte Citroen-Teamchef Guy Frequelin die Entscheidung seines Schützlings. Doch Solbergs Pirelli-Reifen waren bei diesen Bedingungen vielleicht der Schlüssel zum Erfolg. Die jeweils sechs Zwischenzeiten der beiden Finalprüfungen belegten, dass Loeb vor allem in den kurvenreichen Passagen mächtig Zeit verlor. Vor der letzten Prüfung trennten die beiden dann schon acht Sekunden. Auf der 24. Prüfung ging der Franzose dann kein Risiko mehr ein und erreichte lieber als sicherer zweiter das Ziel als diese vielleicht titelentscheidenden acht WM-Zähler wegzuwerfen.
Nach der Disqualifikation von Markko Märtin (Ford Focus) im Ziel der zweiten Etappe, der Este hatte nach einem Räderwechsel das Reserverad mit einem Stein anstelle des defekten Gurtes gesichert, kämpften Colin McRae und Carlos Sainz um den vierten Platz. Am Ende sollte der Schotte mit 6,5 Sekunden Vorsprung die Nase vorn haben. Hinter Tommi Mäkinen und Harri Rovanperä sah Freddy Loix im Hyundai Accent als achter das Ziel und durfte sich über den ersten Fahrer-WM-Punkt der Saison freuen.
WRC-Endstand nach 24 Wertungsprüfungen:
1. Solberg/Mills (Subaru Impreza) 3:32.07,1 Stunden
2. Loeb/Elena (Citroen Xsara) + 26,6 Sekunden
3. Burns/Reid (Peugeot 206) + 1:53,0 Minuten
4. McRae/Ringer (Citroen Xsara) + 2.30,7 Min.
5. Sainz/Marti (Citroen Xsara) + 2.37,2 Min.
6. Mäkinen/Lindström (Subaru Impreza) + 3.01,5 Min.
7. Rovanperä/Pietilainen (Peugeot 206) + 4.03,9 Min.
8. Loix/Smeets (Hyundai Accent) + 7.00,7 Min.
9. Hirvonen/Lehtinen (Ford Focus) + 7.10,6 Min.
10. Duval/Prevot (Ford Focus) + 7.46,2 Min.
11. Gardemeister/Lukander (Skoda Fabia) + 10.10,2 Min.
12. Auriol/Giraudet (Skoda Fabia) + 11.08,1 Min.
13. Schwarz/Hiemer (Hyundai Accent) + 14.14,4 Min.
14. Warmbold/Price (Ford Focus) + 18.30,1 Min.
Wichtige Ausfälle:
nach Etappe 2: Märtin/Park (Ford Focus) Disqualifikation (mit Stein Ersatzrad befestigt)
WP 8: Grönholm/Rautiainen (Peugeot 206) Unfall
WP-Bestzeiten:
Solberg 9; Loeb 8; Märtin 3; Grönholm 2; Duval und McRae je 1.
Stand in der WRC (Fahrer):
1. Burns 55; 2. Sainz und Solberg je 48; 4. Loeb 45; 5. Grönholm 38; 6. Märtin 37; 7. C. McRae 33; 8. Mäkinen 21; 9. Rovanperä 18; 10. Duval 11; 11. Gardemeister 9; 12. Panizzi 6; 13. Auriol 4; 14. Robert, A. McRae, Schwarz und Hirvonen je 3; 18. Tuohino 2; 19. Ginley, Lindholm und Loix je 1.
Stand in der WRC (Marken):
1. Peugeot 101; 2. Citroen 97; 3. Ford & Subaru je 60, 5. Skoda 20; 6. Hyundai 12.
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