Sebastien Loeb im Citroen Xsara und Subaru-Pilot Petter Solberg bleiben eine Klasse für sich. Auch auf der zweiten Etappe der Australien-Rallye fuhren die beiden dem restlichen Feld auf und davon. Die Bestzeiten auf den acht Waldprüfungen des zweiten Tages teilten sich die beiden mit vier zu vier. Lediglich die beiden abschließenden Super Special-Stages in einer stadionähnlichen Anlage konnte Markko Märtin mit seinem Ford Focus für sich entscheiden.
Mit 4,1 Sekunden Differenz gingen Loeb und Solberg heute morgen an den Start. Und „Hollywood“ Solberg drehte gleich mächtig auf und markierte auf den Prüfungen 11 und 12 die Bestzeit. Beide Gladiatoren führten nun absolut zeitgleich das Gesamtklassement an! In den Nachmittags-Prüfungen erkämpfte sich der Franzose dann in Down Under die Führung zurück, wobei die aktuellen fünf Sekunden nicht gerade ein komfortables Polster bedeuten. „Ich darf mir auch morgen keine Fehler erlauben und muß immer die richtigen Reifen erwischen“, weiß Super-Seb um den Ernst der Lage. „Ich hoffe, dass wir am Ende die Nase vorn haben.“
Zuversichtlich ist allerdings auch der Norweger. „Schon in Finnland haben wir Nervenstärke bewiesen und am Ende Richard Burns noch niedergekämpft. Für mich ist es ein Vorteil, morgen der Jäger zu sein. Für uns ist noch alles drin.“ Ohne Chancen nach vorne, allerdings auch ohne ernsthafte Gefahr von hinten, liegt Richard Burns im Peugeot 206 derzeit auf dem dritten Platz. Für den Tabellenführer steht das Punktesammeln im Vordergrund, auch wenn vor allem Loeb unter Brücksichtigung der drei noch ausstehenden Asphalt-Rallies im Kampf um den Titel noch sehr gefährlich werden kann.
Nachdem Tommi Mäkinen die Hinterradaufhängung am Subaru Impreza bei einem Abflug demolierte und über eine Minute verlor, ist Markko Märtin auf Rang vier vorgerückt. Auch Carlos Sainz kreiselte einmal von der Bahn und mußte seinen Citroen-Teamkollegen Colin McRae passieren lassen. Allerdings trennen den vierten Märtin vom siebten Sainz nur 33 Sekunden, so dass hier auf der Schlussetappe noch einiges passieren kann. Freddy Loix hält mit dem unterlegenen Hyundai Accent weiterhin das Ford-Duo Francois Duval und Mikko Hirvonen in Schach und ist neunter.
In der Gruppe N hat nach dem zweiten Tag Dean Herridge vom Team Subaru Australia die Führung übernommen. Der Australier profitierte allerdings von den Ausfällen der bis dahin jeweils führenden Mitsubishi-Piloten Marcos Ligato (Kraftübertragung) und Ed Ordynski (Überschlag auf der Super Special). Auf Platz zwei folgt mit Martin Rowe der beste für die PCWRC eingeschriebene Pilot. Knapp 30 Sekunden liegt der David Sutton-Subaru vor Niall McShea im Mitsubishi Lancer.
WRC-Stand nach 20 von 24 Wertungsprüfungen:
1. Loeb/Elena (Citroen Xsara) + 2:32.04,6 Stunden
2. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 5,0 Sekunden
3. Burns/Reid (Peugeot 206) + 1.25,8 Minuten
4. Märtin/Park (Ford Focus) 1.53,1 Min.
5. McRae/Ringer (Citroen Xsara) + 2.19,5 Min.
6. Mäkinen/Lindtröm (Subaru Impreza) + 2.20,9 Min.
7. Sainz/Marti (Citroen Xsara) + 2.26,8 Min.
8. Rovanperä/Pietilainen (Peugeot 206) + 2.54,2 Min.
9. Loix/Smeets (Hyundai Accent) + 5.17,8 Min.
10. Duval/Prevot (Ford Focus) 5.55,1 Min.
11. Hirvonen/Lehtinen (Ford Focus) + 6.00,3 Min.
12. Auriol/Giraudet (Skoda Fabia) + 6.55,74 Min.
13. Gardemeister/Lukander (Skoda Fabia) + 8.02,2 Min.
14. Schwarz/Hiemer (Hyundai Accent) + 10.01,2 Min.