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WRC: Loeb vorne, Grönholm draußen

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Grönholm kann den Titel jetzt fast abhaken |
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| Selbst die wettverrückten Briten hätten mit einem solchen Ergebnis nach der ersten Etappe der Australien-Rallye nicht gerechnet: Während der vermeintliche Asphalt-Spezialist Sebastien Loeb im Citroen Xsara völlig überraschend in Führung liegt, musste Titelverteidiger Marcus Grönholm (Peugeoit 206) nach einem Unfall bereits aufgeben. „Es passierte rund sechs Kilometer vor dem Ziel der achten Prüfung, als wir einen Abhang runterrutschten“, ärgerte sich der finnische Doppelweltmeister. „Mit der Vorderachse waren wir noch fast auf der Straße, doch das Heck steckte im Graben fest. Wir brauchten fast 16 Minuten, um uns aus dieser Lage zu befreien.“ Aufgrund des großen Zeitverlustes zog das Peugeot-Team das Nummer eins-Fahrzeug nach dieser Prüfung zurück.
Teamkollege und Tabellenführer Richard Burns hatten einen Unfall vorausgesehen. Allerdings eher bei Loeb oder Subaru-Speerspitze Petter Solberg. Während Grönholm nach der zweiten Prüfung die Spitze übernommen und vor der achten WP immerhin 16 Sekunden Vorsprung auf dem Konto hatte, duellierten sich „Super Seb“ und „Hollywood“ um den zweiten Rang. Beide durften für sich je drei Bestzeiten auf der ersten Etappe notieren lassen. Etwas Glück hatte der Norweger allerdings auch: In WP drei ließ der Öldruck im Subaru etwas nach und auch ein Reifen machte schlapp. In Prüfung sechs verpasste der Frischvermählte einen Abzweig und verbremste sich. Aber entgegen „Burnsies“ Vorhersage sind beide noch dabei, und vor allem nur durch 4,1 Sekunden getrennt!
Burns, trotz ohne Saisonerfolg nun der König der Löwen, zeigte einmal mehr eine taktische Glanzleistung. Als erstes Fahrzeug auf der Piste, übernahm der Engländer einmal mehr die Rolle des Straßenfegers. „Der Regen in der Nacht zuvor hat uns etwas geholfen, daher war die oberste Schotterschicht nicht ganz so locker“, gab der Weltmeister von 2001 zu. „Für uns war es wichtig, keine Fehler zu machen und den Abstand zu den Führenden nicht zu groß werden zu lassen. Platz drei ist mehr als wir erhofft hatten!“
Während sich Altmeister Tommi Mäkinen (Subaru) in blendender Fahrlaune präsentierte und auf Rang vier das Etappenziel sah, sprach der fünfte Markko Märtin vom schlimmsten Tag der Saison 2003. „Wir hatten große Probleme mit dem Aufschrieb“, rätselte der Finnland-Sieger. „In WP drei verbremsten wir uns und in WP sieben trafen wir einen Baum. Heute war nicht mein Tag, aber noch ist alles drin.“ Mit weiteren 7,7 Sekunden Rückstand auf den Ford-Piloten folgt Carlos Sainz im Citroen Xsara. „In Prüfung sieben wurde ich von der Sonne geblendet und rutschte gegen eine Böschung. Mit der Fahrertür trafen wir einen Baum, dann rollten wir einmal übers Dach und landeten wieder auf den Rädern. Mehr als zwölf Sekunden haben wir zum Glück nicht verloren“, konnte sich der Tabellenzweite ein Grinsen nicht verkneifen.
Stark gehandikapt ist Toni Gardemeister unterwegs. Bei einem Benefiz-Eishockey-Spiel hatte sich der Finne vor einigen Tagen die Hand gebrochen. Und diese Verletzung scheint den Skoda-Piloten stärker als erwartet zu behindern, denn der Finne hat alleine auf seinen Teamkollegen Didier Auriol fast zwei Minuten Rückstand und ist nur 14. Freddy Loix zeigte einmal mehr eine beeindruckende Leistung mit dem Low-Budget-Hyundai Accent und ist neunter während Teamkollege Armin Schwarz in seiner vermutlich letzten WM-Saison nur auf Rang 13 rumdümpelt.
WRC-Stand nach 10 von 24 Wertungsprüfungen:
1. Loeb/Elena (Citroen Xsara) + 1:23.52,4 Stunden
2. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 4,1 Sekunden
3. Burns/Reid (Peugeot 206) + 39,1 Sek.
4. Mäkinen/Lindtröm (Subaru Impreza) + 1.00,2 Minuten
5. Märtin/Park (Ford Focus) 1.05,0 Min.
6. Sainz/Marti (Citroen Xsara) + 1.12,7 Min.
7. McRae/Ringer (Citroen Xsara) + 1.25,0 Min.
8. Rovanperä/Pietilainen (Peugeot 206) + 1.52,9 Min.
9. Loix/Smeets (Hyundai Accent) + 2.41,6 Min.
10. Auriol/Giraudet (Skoda Fabia) + 2.52,7 Min.
11. Hirvonen/Lehtinen (Ford Focus) + 3.00,4 Min.
12. Duval/Prevot (Ford Focus) 3.01,0 Min.
13. Schwarz/Hiemer (Hyundai Accent) + 4.32,4 Min.
14. Gardemeister/Lukander (Skoda Fabia) + 4.40,7 Min.
Wichtige Ausfälle:
WP 8: Grönholm/Rautiainen (Peugeot 206) Unfall
PCWRC-Stand nach 10 von 24 Wertungsprüfungen:
1. Ordynski/Stewart* (Mitsubishi Lancer) 1:31.49,4 Stunden
2. Rowe/Agnew (Subaru Impreza) + 39,6 Sekunden
3. Herridge/Macneall* (Subaru Impreza) + 59,0 Sek.
4. Ligato/Garcia (Mitsubishi Lancer) + 1.00,6 Minuten
5. McShea/Patterson (Mitsubishi Lancer) + 1.01,0 Min.
6. Singh/Oh (Proton Pert) + 1.13,3 Min.
7. Arai/Sircombe (Subaru Impreza) + 1.19,6 Min.
8. Blomqvist/Goni (Subaru Impreza) + 3.05,1 Min.
11. Sola/Romani (Mitsubishi Lancer) + 7.37,5 Min.
* = nicht in PCWRC-WM eingeschrieben
Wichtige Ausfälle:
WP 4: Ferreyros/Marin (Mitsubishi Lancer) technischer Defekt
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