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2003-09-03 01:43:48 - ks
DTM: Auf dem A1-Ring startet das letzte Saisondrittel

(c) ts photo
Aiello will auf dem A1-Ring angreifen
Mit dem achten Lauf auf dem A1-Ring im österreichischen Spielberg von 5. bis 7. September kommt die DTM 2003 auf die Zielgerade der Saison, danach stehen noch Zandvoort und das Finale in Hockenheim auf dem Plan. Die DTM-Teams reisen gerne in die Steiermark. Dort gibt es immer spannende Rennen, jedoch hat die Veranstaltung im letzten Jahr alles übertroffen. "Es war unglaublich, aufregend, ein richtiger Krimi", sagt stellvertretend der ehemalige Formel-1-Star Jean Alesi. Die Situation in der Meisterschaft ist diesmal so offen wie noch nie. 2002 hätte Aiello in Österreich vorzeitig den Titel holen können, in diesem Jahr haben noch vier Fahrer Aussichten auf die Meisterkrone. Bernd Schneider führt mit einem Punkt vor Christijan Albers und elf Punkten vor Marcel Fässler (alle Mercedes- Benz). Champion Laurent Aiello (Abt-Audi) fuhr mit seinem Sieg am Nürburgring auf Platz vier der Tabelle vor, ihn trennen nur noch 17 Punkte von Schneider. Peter Dumbreck (Opel) hat durch sein Rennpech in der Eifel den vierten Rang verloren. Das Rennen überträgt die ARD (live ab 13.45 Uhr, Rennstart 14 Uhr).

Gleich drei DTM-Fahrer betrachten den A1-Ring als Heimrennen: der gebürtige Tiroler und Ex-Formel-1-Pilot Karl Wendlinger von Abt- Audi, sowie die beiden Opel-Piloten Manuel Reuter und Timo Scheider. "Ich komme immer gerne in meine Heimat, freue mich, meine Familie zu besuchen und alte Freunde zu sehen", so Wendlinger. "Meine Saisonbilanz ist bisher nicht so toll, und ich werde alles daran setzen, auf meiner Heimstrecke ein gutes Resultat zu erzielen. Als Fahrer eines Vorjahresautos kann ich mit den Topleuten an der Spitze nicht konkurrieren, aber ich bin optimistisch und hoch motiviert." Der ehemalige ITC-Meister Manuel Reuter, der schon seit sechs Jahren in Saalfelden zu Hause ist, findet, dass es "landschaftlich keine schöner gelegene Strecke gibt" als den A1-Ring: "Das Ambiente mit der Lage in den Bergen, den Kühen und den schönen alten Gasthäusern ist einfach einmalig." Die Strecke selbst beurteilt Reuter "als eine der kniffligsten überhaupt. Die Balance zu finden ist äußerst diffizil, für diese Mischung aus Hochgeschwindigkeitsteilen, langen Geraden und dem zweiten Teil, in dem man viel Flügel fahren muss."

"So ein verrücktes Rennen wie im letzten Jahr wird es wohl diesmal nicht geben", ist Bernd Schneider überzeugt. "Es sind drei Mercedes- Fahrer vorne, also gibt es keine Stallregie. Jeder fährt für sich." Nervös sei er nicht angesichts der Tatsache, dass Christijan Albers ihm dicht auf den Fersen ist: "Diese Herausforderung nehme ich gerne an." Mercedes-Benz-Sportchef Norbert Haug urteilt: "Die Meisterschaft ist drei Rennen vor Schluss weiterhin offen und kann noch von mindestens vier Fahrern gewonnen werden. Bernd Schneider, Christijan Albers, Marcel Fässler und Laurent Aiello liegen innerhalb von nur siebzehn Punkten. Wie ausgeglichen und spannend die DTM ist, hat das letzte Rennen auf dem Nürburgring gezeigt." Abt- Teamchef Hans-Jürgen Abt sagt: "Wir haben das ganze Jahr hart gearbeitet, um an die Spitze zu fahren. Bei unserem Triumph auf dem Nürburgring haben wir wieder gemerkt, wie gut Siege schmecken. Deshalb gibt es auch für das Rennen auf dem A1-Ring nur ein Ziel: Wir wollen den Jungs von Mercedes das Leben so schwer wie möglich machen. Vielleicht liegt uns das Layout dieser schnellen Strecke nicht so gut wie der Nürburgring - aber jeder Mechaniker und jeder Fahrer ist hoch motiviert. Ohne einen anständigen Kampf geben wir unseren Titel nicht wieder her."

Auch der Dritte der Sportbosse, Opel-Sportchef Volker Strycek, blickt zuversichtlich auf das Wochenende in der Steiermark: "Ich glaube an meine Mannschaft", so Strycek. "Peter Dumbreck ist beim Rennen auf dem Nürburgring die schnellste Rundenzeit gefahren, er war teilweise eine halbe Sekunde schneller als der Rest des Feldes. Und im vergangenen Jahr waren wir am A1-Ring auch schon sehr gut unterwegs. Unser Ziel ist klar: Wir wollen aufs Podium." Peter Dumbreck ist zuversichtlich: "Auf den Topspeed-Abschnitten des A1- Ring kann man gut überholen. Das wird wieder ein interessantes Rennen.
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