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2003-09-02 00:08:06 - ju
WRC: Down under beginnt die heiße Phase der WM

Schlägt Grönholm in Australien zurück?
Kann Marcus Grönholm noch einmal in den Titelkampf eingreifen? Der amtierende Weltmeister war nach dem Ausfall bei seinem Heimspiel in Finnland mächtig sauer. „Selten habe ich mich so über einen technischen Defekt geärgert“, gab der Doppelweltmeister zu. „Ich kann nur hoffen, dass mein Peugeot bald zur alten Standfestigkeit zurückfindet! Sonst kann ich den Titel begraben.“ Mit 38 Punkten hat Grönholm elf Zähler Rückstand auf seinen Teamkollegen Richard Burns.

„In Australien will ich endlich meinen ersten Peugeot-Sieg“, hofft der Engländer, der allerdings auch betont, „in erster Linie in die Punkte zu fahren.“ Vielleicht ein gutes Omen für Burns, nachdem er letzte Woche seinen Wechsel zu Subaru bekannt gegeben hatte. Vor zwei Jahren hatte Burns bereits einige Rallies vor Saisonende seinen Wechsel von Subaru zu Peugeot verkündet und wurde dann prompt mit dem alten Arbeitgeber Weltmeister. „Warum nicht auch dieses Jahr, denn am liebsten möchte ich natürlich als Weltmeister zu Subaru zurückkehren.“

Nachdem Burns und Panizzi (zu Mitsubishi) ihre Entscheidungen bereits vor einiger Zeit getroffen hatten, gab deren Noch-Arbeitgeber Peugeot vor der Australien-Rallye seine Fahrerpaarungen für 2004 bekannt. Grönholm bleibt die unangefochtene Nummer eins. Harri Rovanperä rückt vom Status der Nummer 3a zur Nummer zwei auf und bestreitet alle WM-Läufe. Im dritten Marken-WM-punkteberechtigten Peugeot wird Marlboro-Schützling Freddy Loix Platz nehmen.

Bei der Vergabe des Fahrer-Titels 2003 können sich noch ein halbes Dutzend Piloten Hoffnungen machen. Da noch zwei Schotter- und drei Asphalt-Events auf dem Programm stehen, fällt in Australien sicherlich noch keine Vorentscheidung. Der Subaru Impreza ist auf losem Untergrund wesentlich stärker als auf Asphalt. „Daher muss ich in Australien voll angreifen, um den Anschluss nicht zu verlieren“, weiß Petter Solberg, der letzte Woche seine langjährige Freundin Pernilla Walfridsson in der norwegischen Heimat geheiratet hat. Umgekehrte Vorzeichen bei Sebastien Loeb: Der Deutschland-Sieger fühlt sich auf Asphalt wohler, hofft, in Australien nicht zuviel Boden zu verlieren.

Gute Allrounder wie Burns oder der WM-Zweite Carlos Sainz (Citroen) werden daher gute Chancen eingeräumt, am Ende die Tabelle anzuführen. „Aber in Australien werden wir aufgrund der Startposition am ersten Tag mächtig Boden verlieren“, weiß Burns. „Diese kleinen runden Steinchen verhindern guten Grip.“ Und Carlos Sainz bläst ins gleiche Horn: „Wir können nur hoffen, dass es regnet. Dann haben wir vielleicht sogar einen kleinen Vorteil.“

Die Rallye Australien ist nicht nur der zehnte Lauf zur Rallye-WM der Fahrer und Marken, sondern auch die sechste Runde im Rahmen der Production-Car-World-Rally-Championship (PCWRC) für Gruppe N-Fahrzeuge.

Wichtige Starter Neste-Rally Finland:
1 Grönholm, 2 Burns, 3 Rovanperä (alle Peugeot 206), 4 Märtin, 5 Duval, 6 Hirvonen (alle Ford Focus), 7 Solberg, 8 Mäkinen (beide Subaru Impreza), 10 Schwarz, 11 Loix (beide Hyundai Accent), 14 Auriol, 15 Gardemeister (bei Skoda Fabia), 17 C.McRae, 18 Loeb, 19 Sainz (alle Citroen Xsara).

Stand in der WRC (Fahrer):
1. Burns 49; 2. Sainz 44; 3. Grönholm & Solberg je 38; 5. Loeb & Märtin je 37; 7. C. McRae 28; 8. Mäkinen 18; 9. Rovanperä 16; 10. Duval 11; 11. Gardemeister 9; 12. Panizzi 6; 13. Auriol 4; 14. Robert, A. McRae, Schwarz & Hirvonen je 3; 18. Tuohino 2; 19. Ginley & Lindholm je 1.

Stand in der WRC (Marken):
1. Peugeot 101; 2. Citroen 97; 3. Ford & Subaru je 60, 5. Skoda 20; 6. Hyundai 10.

Stand in der PCWRC:
1. Arai 30 Punkte; 2. Rowe 27; 3. Singh 22; 4. Blomqvist 21; 5. Sola 18; 6. Ligato 13; 7. Al-Wahaibi, Trivino und Kulig je 6; 10. Bourne, Manfrinato und Errani je 5; 13. Ferreyros, Holowczyc, De Dominicis und Colsoul je 4; 17. Roman 3; 17. McShea, Sztuka und Aur je 2; 21. Richard 1.


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