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2003-07-30 22:18:07 - ks
Supercup: Top-Trio setzt sich ab

Stéphane Ortelli vor dem Hattrick?
Stéphane Ortelli hat es in der Hand, beim achten Lauf des Porsche-Michelin-Supercup seinen dritten Sieg in Folge auf dem Hockenheimring zu erzielen. Ortelli fuhr auf dem Kurs im Badischen im vergangenen Jahr mit 1:46.320 Minuten die schnellste Trainingsrunde und beendete das 15-Runden-Rennen mit einem Start-Ziel-Sieg. Dieser Erfolg bedeutete für den ehemaligen Porsche-Werksfahrer und Le Mans-Sieger (1998) einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Gesamtsieg im Porsche-Michelin-Supercup 2002. Auch 2001 war der Junggeselle aus Monaco in Hockenheim nicht zu schlagen gewesen.

Erst ab dem sechsten Lauf der aktuellen Rennsaison in Magny-Cours (Frankreich) griff der 33jährige wieder in den Kampf um den Supercup ein, als er sich mit dem Walter-Lechner-Racing-School-Team darauf einigte, die restlichen Rennen 2003 zu bestreiten. Walter Lechner sr. als Eigner der Mannschaft aus Österreich sicherte sich so die Dienste eines der erfahrensten und erfolgreichsten Piloten im internationalen Porsche-Michelin-Supercup. Ortelli kommt hochmotiviert nach Hockenheim. Am vergangenen Wochenende holte er gemeinsam mit Marc Lieb (Niefern) und Romain Dumas (Frankreich) auf Porsche den Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps (Belgien).

Im Rennen um den Gesamtsieg hat sich an der Spitze der Fahrerwertung ein Trio abgesetzt, das Lauf für Lauf enger zusammenrückte. Wolf Henzler, der 28jährige Diplom-Betriebswirt aus Nürtingen in Baden-Württemberg, führt die Tabelle an. Henzler (Startnummer 3) gewann in Monaco und Magny-Cours (Frankreich), stand am Nürburgring und in Barcelona auf dem Podium und punktete bei jedem Rennen.

Nur acht Zähler (Sieg: 20 Punkte) hinter Henzler rangiert Pierre Kaffer aus Neuwied (Startnummer 6). Der Ex-Formel 3-Fahrer gewann den Eröffnungslauf in Imola, stand 14 Tage später in Barcelona wieder ganz oben auf dem Treppchen und blieb nur in Monaco ohne Punkte. Dort wurde Kaffer nach der ersten Kurve unschuldig in einen Unfall verwickelt und sah das Ziel nicht.

Monaco bedeutete auch für Kaffers Teamgefährten, Frank Stippler aus Bad Münstereifel (Startnummer 5), einen Tiefpunkt. Der 911 des 28jährigen Studenten wurde vom Porsche eines Gast-Piloten touchiert - Stippler beendete das Rennen im Fürstentum auf dem ungewohnten zehnten Platz. Aber vom A1-Ring, vom Nürburgring und aus Silverstone nahm er die Höchstpunktzahl mit, was den bereits seit 1997 im nationalen Carrera Cup fahrenden Routinier im engeren Kreis der Anwärter auf den Supercup hält.

Walter Lechner jr. und Patrick Huisman (Niederlande) auf den Rängen vier und fünf haben mit 33 bzw. 40 Punkten Rückstand auf den Tabellenführer noch die theoretische Chance, in den Titelkampf einzugreifen. Während Lechner sich als bester Neuling im Cockpit des Cup-911 herausstellt, schließt Huisman an frühere Leistungen im Supercup an. Der Niederländer (Startnummer 20), vierfacher Gesamtsieger (1997 bis 2000) und Rekordhalter mit 17 Rennsiegen, ist nach zwei Jahren in der DTM zurückgekehrt und fuhr bereits dreimal zu Podiumsrängen. Vor zwei Wochen in Silverstone konnte Huisman seine Trainingsbestzeit allerdings nicht in einen Erfolg ummünzen. Mit defekter Kupplung blieb er am Start zunächst stehen. Seine Aufholjagd kam zum vorzeitigen Ende, als Huismans Porsche im Mittelfeld von einem Gegner gerammt wurde.


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