Startseite
Motorsport Markt
Motorsport News
Motorsport News
ERF: Sechs Motoren, drei Starts, zwei Autos und ein Fahrer
24h: Mathol: Starke Vorstellung in der Eifel
24h: SP7-Klassensieg für PROsport
24h: Bonk Motorsport verpasste Klassensieg knapp
24h: Zwei Klassensiege für Sorg beim Saisonhöhepunkt
24h: Torsten Kratz feierte zwei Klassensiege in einem Rennen
24h: Manthey-Porsche feiert Rekordsieg Nummer sechs
RCN: Gesamtsieg für Ralf Kraus und Volker Strycek
24h: Laurens Vanthoor holt Pole Position für Manthey
24h: 43 Porsche beim größten deutschen Automobilrennen
24h: Traumpaar auf der Nürburgring Nordschleife
Rallye Masters: Markus Drüge übernimmt Führung
DRyM: Dinkel gewinnt Rallye-Länderduell gegen Niederlande
24h: Dunlop auf Mission Titelverteidigung
24h: Größtes Festival des Jahres
Alle Motorsport News...
Features
Eifel Rallye Festival 2016
RAC Rallye 2010
Autoluojus Ralli Pori
38. ADAC Rallye Oberehe
20. Rallye Zorn
Featureübersicht
Bücher und Multimedia
DTM Race Driver 3: Create & Race für Nintendo DS ab sofort im Handel erhältlich
Forza Motorsport 2 ab Mai in den Regalen
"Mensch Schumi"
Übersicht
Motorsport 2000 Intern
Impressum
Email
Seitenanfang
 
2003-07-30 12:37:47 - ks
WRC: Defektteufel verhinderte Happyend

(c) Jörg Ufer
25 Kilometer vor dem Ziel kam das Aus für Mysliwietz/Bastuck
Verbittert war das SR1 Team Saarland mit Lars Mysliwietz und Jörg Bastuck nicht, wohl aber etwas enttäuscht. Enttäuscht darüber, dass der Rallyesport nicht nur seine schönen, sondern auch die weniger schönen Seiten hat. „Da fährst du drei Tage lang bei Sonnenschein und Regen über grobe Betonpisten, schmierige Feldwege und durch kurvenreiche Weinberge, machst keine großen Fehler, kämpfst gegen die verschiedenen technischen Gebrechen deines Autos erfolgreich an und fällst dann 25 WP-Kilometer vor dem Ziel wegen eines 5 Cent Schlauches aus. Das schmerzt schon...“, blickt Pilot Lars Mysliwietz auf die ADAC Deutschland Rallye zurück.

Bereits zum zweiten Mal hatte das Saarländische Rallyeteam die Chance, beim deutschen Weltmeisterschaftslauf zwischen Trier und St.Wendel teilzunehmen. „Nach der großartigen Erfahrung im vergangenen Premierenjahr war klar, dass wir auch 2003 die saarländischen Farben vertreten wollten“, berichtet Jörg Bastuck. „In einer gemeinsamen Kraftanstrengung mit unseren saarländischen Partnern und Freunden konnte dieses Projekt in Angriff genommen werden.“

So gelang es mit Hilfe der Partner BASTUCK Edelstahlauspuffanlagen, der KÜS, der Stadt St.Wendel, dem ADAC Saarland, der Saarland Sporttoto GmbH und des SR1 die Idee des SR1-Team- Saarland umzusetzen. Natürlich waren die beiden Piesbacher bis in die Haarspitzen motiviert und der Klassensieg das sportliche Ziel.

Der erste Tag begann auch nach Plan. Attackieren in den Moselweinbergen, Material schonen auf dem Truppenübungsplatz Baumholder und die vielen Fans auf dem Zuschauerrundkurs St. Wendel genießen. Rang 50 mit einem der leistungsschwächsten Fahrzeuge im Feld und bereits zehn allradangetriebene und turbobefeuerte Mitsubishi überholt zu haben war eine optimale Ausbeute für den ersten Tag. Diese Taktik, das Auto zu schonen und wo es geht zu attackieren schien auch am zweiten Tag aufzugehen. „Aber dann kam unser geliebte‘ Truppenübungsgelände Baumholder,“ berichtet Co Jörg Bastuck, „bereits nach einem Kilometer Erzweiler konnte Lars den dritten Gang nicht mehr einlegen. In den vielen mittel-schnellen und langezogenen Passagen dieser WP ein starkes Handicap.“

Als ob dies nicht schon genügte, löste sich 10 km vor Ende dieser WP durch die enormen Vibrationen und Schläge dieser groben Betonwege eine Schraube eines Stoßdämpfers und ließ das linke Rad einklappen. Mysliwietz/Bastuck schleppten sich mit kaum noch zu lenkendem Auto ins Ziel und reparierten den Schaden notdürftig.

„Der Horror stand uns erst noch bevor“, so Lars Mysliwietz, „noch bevor wir durch unsere Mechaniker die Probleme beheben lassen durften, musste zuerst die 35 km lange Panzerplatte ‚überlebt‘ werden. Eigentlich hätte unsere Konstruktion aus Alubolzen, Kabelbinder und Klebeband nicht halten dürfen.“ Was eigentlich nicht funktionieren konnte, klappte doch. Der Zeitverlust von fast 10 Minuten war zwar sehr hoch, aber das fast nicht mehr fahrbare Auto konnte zum rettenden Serviceplatz Bostalsee gebracht werden. Ans Aufgeben dachten die beiden Saarländer zu keiner Sekunde. „Auch wenn es ohne dritten Gang für den Rest der Rallye sehr schwierig wird, einige gute Zeiten wollen wir noch erzielen“, gibt Lars Mysliwietz die Marschrichtung für den Abschlusstag vor. Dies gelang ihnen dann auf ihrer Lieblingsprüfung WP 19 „St. Wendeler Land“. Bei widrigsten Verhältnissen mit starkem Regen und verschmierten Pisten konnte die 35. Gesamtzeit erzielt werden. „Diese Zeitenliste lass ich mir einrahmen“, schwärmt Mysliwietz ,“selbst Rallyelegende Stig Blomqvist war 3 Sek. langsamer als wir. Und dabei sind wir die letzten sieben Kilometer hinter einem langsameren Teilnehmer, der uns nicht sah, hinterhergefahren...“

Doch die Freude hielt nur kurz an. Jörg Bastuck: „Auf der vorletzten WP fing der Motor immer mehr an zu stottern. 5 km vor dem Ziel war dann Feierabend.“ Ein defekter Benzinschlauch innerhalb des Tanks beendete die ADAC Rallye Deutschland für Lars Mysliwietz und Jörg Bastuck.

„Natürlich waren wir enttäuscht, aber wir haben von so vielen Seiten positive Rückmeldungen bekommen, dass wir bereits wieder heiß sind auf die nächsten Aufgaben“, blickt Mysliwietz voraus. Bereits in drei Wochen erwartet die beiden Honda Piloten bei dem nächsten Deutschen Meisterschaftslauf der Eifel Rallye in Daun wieder eine sehr starke Konkurrenz in ihrer Klasse und die Taktik dort kann nur lauten ab dem ersten Meter zu attackieren. Eines ist für Mysliwietz/Bastuck aber schon heute klar. 2004 wird die Zielankunft in Trier bei der ADAC Deutschland Rallye nachgeholt ... zusammen mit unseren Freunden und Fans.


Verwandte News:
Sebastien Loeb bleibt der König von Deutschland

Loeb übernimmt nach Etappe zwei die Führung

Erster Saisonsieg für Sola und Mitsubishi
Artikel per Email versendenArtikel per Email versenden
Artikel druckenArtikel drucken