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FIA-GT: Deutscher Überraschungs-Sieg in Spa

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Ortelli/Lieb/Dumas deklassierten die starke Konkurrenz |
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| Für einen unerwarteten Sieg sorgten beim 24-Stunden-Rennen im belgischen Spa-Francorchamps Stephane Ortelli, Marc Lieb und Romain Dumas. Die Freisinger-Crew siegte bei der seit 1924 ausgefahrenen Langstrecken-Tortur mit einem nominell unterlegenen N-GT-Porsche - und das nicht etwa knapp, sondern mit acht Runden Vorsprung sehr deutlich. Dabei konnten die drei Sieger auf die Zuverlässigkeit ihres Porsche GT3 und auf Hilfe vom Wettergott zählen. Heftiger Regen und viele Safety-Car-Phasen spülten den Freisinger-Porsche in der Anfangsphase an die Spitze des Feldes.
In der Nacht entwickelte sich auf dem legendären Naturkurs in den belgischen Ardennen ein ungleicher Kampf um die Spitze: Die Chrysler Viper des Larbre-Teams mit den Piloten Vincent Vosse, Patrick Huisman sowie SÈbastien Dumez und die ‹berraschungsmannschaft des Rennens wechselten in der Dunkelheit mehrfach die Führung. „Bei Regen war der Heckmotor unseres Porsche ein echter Vorteil“, erklärte Marc Lieb die ungewohnte Stärke eines N-GT-Autos.
Doch auf dem Weg zum sensationellen Gesamtsieg des Trios ereigneten sich noch turbulente Zwischenfälle, als beispielsweise das führende Duo der Meisterschaft, Thomas Biagi und Matteo Bobbi zusammen mit ihrer Verstärkung Stefano Livio mit einem Motorschaden im Laufe der Nacht aufgeben musste, was ihre Siegesserie von fünf Triumphen in Folge stoppte. Doch auch weiteres Favoritensterben brachte noch lange keine Ruhe in das Rennen des Freisinger-Teams, das am Sonntagmorgen von der Larbre-Mannschaft verfolgt nur einen minimalen Vorsprung von etwa zwei Minuten auf dem Konto hatte. Erstmals im Rennen schien die Sonne. Die trockene Strecke stellte den üblichen Leistungsunterschied zwischen den GT und N-GT-Fahrzeugen an der Spitze wieder her.
Doch ein technisches Problem stoppte den Vorwärtsdrang der zuvor zweimal siegreichen Larbre-Viper, die vier Stunden vor Ablauf der 24-Stunden langen Renndistanz zum langwierigen Austausch des Getriebes an die Box musste „ so war der Weg frei für den historischen Sieg der Freisinger-Mannschaft, die zum ersten Mal überhaupt einen Sieg für ein N-GT-Fahrzeug einfuhr. „Letztes Jahr haben wir schon den Klassensieg geholt, diesmal den Gesamtsieg zu feiern, ist einfach unglaublich“, jubelte Romain Dumas nach der vollbrachten Sensation. Stephane Ortelli ergänzte: „Ich hatte bereits vor dem Rennen damit spekuliert, dass wir im Regen sehr konkurrenzfähig sein können“, so der Le Mans-Gewinner von 1998. „Aber dass es zum Gesamtsieg reicht, hätte ich nie gedacht.“
Das Larbre-Team fiel durch den unplanmäßigen Stopp auf den vierten Endrang zurück hinter den Ferrari 550 Maranello mit Luca Cappellari, Fabrizio Gollin, Lilian Bryner und Enzo Calderari, der als bester Vertreter der GT-Kategorie Gesamtzweiter wurde. Die ebenfalls überraschend starke Mannschaft aus Gabrio Rosa, Alex Caffi, Andrea Chiesa und Luca Drudi im N-GT-Porsche GT3 des Teams Seikel Motorsport kletterte mit auf das Podium. Didier de Radigues, Kurt Mollekens und Pedro Lamy steuerten die GT-Viper des Zakspeed-Teams aus Niederzissen in der Eifel auf Platz fünf.
Gesamt-Klassement GT und N-GT
1. Ortelli/Lieb/Dumas, N-GT, Porsche GT 3, 479 Runden
2. Cappellari/Gollin/Bryner/Calderari, GT, Ferrari 550 Maranello, - 8 Rd.
3. Rosa/Caffi/Chiesa/Drudi, N-GT, Porsche GT 3, - 9 Rd.
4. Vosse/Bouchut/Huisman/Dumez, GT, Chrysler Viper, - 10 Rd.
5. De Radigues/Mollekens/Lamy, GT, Chrysler Viper, - 11 Rd.
6. Corthals/Belmondo/Clairay/Clerico, GT, - 12 Rd.
7. Pergl/Janis/Schroeder, N-GT, Ferrari F360 Modena, - 12 Rd.
8. De Simone/Burti/Alexander, N-GT, Ferrari F360 Modena, - 18 Rd.
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