Auch 40 kg Zusatzgewicht konnten Tarquini nicht stoppen
Alfa Romeo-Pilot Gabriele Tarquini erlebte beim sechsten Saisonlauf der Tourenwagen-Europameisterschaft auf der legendären Rennstrecke von Spa-Francorchamps ein Wechselbad der Gefühle: Dem überzeugenden Sieg im ersten Rennen folgte ein bitterer Ausfall im zweiten Durchgang. Dabei war die Ausgangsposition für den 41-jährigen Tabellenführer im ersten Rennen nicht optimal: Startplatz drei und das maximale Handicapgewicht schienen eher Polesitter Andy Priaulx und dessen BMW-Markenkollegen Dirk Müller auf Startplatz zwei zu favorisieren.
Doch während Priaulx durch Probleme mit der Handbremse zurückfiel und am Ende nur Sechster wurde, wusste Tarquini seine Konkurrenten von BMW trotz des Ballastes mit einer guten ersten Runde zu überraschen. Die gewonnene Führung gab er bis ins Ziel trotz energischer Angriffe von Dirk Müller und dessen von Platz sechs gestartetem Stallgefährten Jörg Müller nicht mehr ab.
Im zweiten Rennen, bei dem die sechs Erstplatzierten in umgekehrter Reihenfolge starten, konnte Priaulx diesmal die beste Startposition nutzen: Der 28 Jahre alte Brite erkämpfte seinen zweiten Saisonsieg. „Ein Kompliment an mein Team“, strahlte Priaulx nach dem Rennen. „Meine Jungs haben mir heute ein erstklassiges Auto hingestellt.“. Pech hatte Gabriele Tarquini, der seinen Alfa auf Rang fünf liegend in der letzten Runde mit einem Reifenschaden abstellen musste.
Bester Alfa-Pilot im zweiten Lauf war Tarquinis Teamkollege Nicola Larini als Zweiter. Dahinter kamen Dirk und Jörg Müller auf Rang drei und vier. „Für mich war es wichtig, trotz des Zusatzgewichtes von 40 Kilogramm Punkte zu sammeln und an Tarquini dranzubleiben“, so Jörg Müller. Dirk Müller ergänzte: „Es war ein perfektes Wochenende für mich, auch wenn ich im ersten Rennen sogar hätte gewinnen können.“ Seat-Pilot Frank Diefenbacher beendete das zweite Rennen auf Rang 13, nachdem er im ersten Durchgang ausschied. „Im zweiten Rennen konnte ich davon profitieren, dass andere Fehler gemacht haben“, so Diefenbacher.
In der Gesamtwertung geht es nun sehr eng zu: Tarquini führt mit 64 Zählern das Klassement an, Jörg Müller folgt mit nur zwei Punkten Rückstand, Dirk Müller mit sechs Zählern Abstand.