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2003-07-27 21:53:16 - ju
PCWRC: Erster Saisonsieg für Sola und Mitsubishi

(c) Jörg Ufer
Daniel Sola beendete die Subaru-Siegesserie
Daniel Sola aus Spanien feierte im Mitsubishi Lancer bei der ADAC-Rallye Deutschland seinen ersten Saisonsieg in der Production-Car-World-Rally-Championship (PCWRC). Der amtierende Junior-Weltmeister hatte nach 22 Wertungsprüfungen über vier Minuten Vorsprung auf Martin Rowe im David Sutton-Subaru Impreza. Dritter wurde der Pole Janusz Kulig im Mitsubishi Lancer.

Während Sola von Beginn an das Tempo bestimmte und sich mit fünf Bestzeiten an die Spitze setzte, entbrannte ein erbitterter Kampf um Rang zwei. Niall McShea war am ehesten in der Lage, dass Tempo von Sola mitzugehen, doch seine spektakuläre Fahrweise forderte bald ihren Tribut. Ein Reifenscheiden in WP vier kostete sechs Minuten, nach einem technischen Defekt in Prüfung 12 war die Fahrt dann beendet. Viel Pech hatte der Kanadier Patrick Richard, der nach einem Ausritt in der ersten Prüfung nur auf drei Rädern das Ziel erreichte. Als Folgeschaden gab dann in WP zwei die Antriebswelle vorne rechts den Geist auf. Nach zwei spektakulären Unfällen in WP vier erlebte der Subaru-Pilot dann den vierten Ausfall in Folge. Die beiden südamerikanischen Mitsubishi-Piloten Marcos Ligato (Argentinien) und Ramon Ferreyros (Peru) sollten nach technischen Defekten ebenfalls nicht das Ziel sehen.

Die risikoarme Fahrweise der beiden David Sutton-Piloten sollte sich am Ende Auszahlen. Mit nur einer Bestzeit fuhr Martin Rowe auf Platz zwei, Stig Blomqvist wurde hinter dem amtierenden PCWRC-Weltmeister Keramijt Singh fünfter. Im Kampf um den letzten WM-Punkt der PCWRC-Teams trennten Stefano Marrini (Italien) und Riccardo Errani (Monte Carlo) nur 0,4 Sekunden! Auf Platz vier liegend versenkte Hermann Gassner am letzten Tag seinen Mitsubishi für rund 20 Minuten im Graben und mußte ebenso wie Frank Färber und Henk Vossen aufgeben. Dark Liebehenschel im Färber-Mitsubishi wurde trotz zwei Reifenwechseln auf Baumholder 12. und bester Deutscher in der Gruppe N.

Endergebnis nach 22 Wertungsprüfungen:
1. Sola/Romani (Mitsubishi Lancer) 4:11.45,9 Stunden
2. Rowe/Agnew (Subaru Impreza) + 4.32,9 Minuten
3. Kulig/Burkat (Mitsubishi Lancer) + 6.47,4 Min.
4. Singh/Oh (Proton Pert) + 9.07,6 Min.
5. Blomqvist/Goni (Subaru Impreza) + 11.37,4 Min.
6. Franco/Azevedo* (Mitsubishi Lancer) + 16.54,3 Min.
12. Liebehenschel/Busch* (Mitsubishi Lancer) + 27.22,0 Min.

Wichtige Ausfälle:
WP 21: Mysliewitz/Bastuck* (Honda Civic) technischer Defekt
WP 21: Gassner/Thannhäuser* (Mitsubishi Lancer) Unfall
WP 21: Ligato/Garcia (Mitsubishi Lancer) Kupplung
WP 19: Vossen/Findhammer* (Mitsubishi Lancer) technischer Defekt
WP 19: Färber/Schünemann* (Mitsubishi Lancer) Motorschaden
WP 12: McShea/Patterson (Mitsubishi Lancer) abgescherte Antriebswellen
WP 11: Ferreyros/Marin (Mitsubishi Lancer) Elektrik
WP 4: Manfrinato/Condotta (Mitsubishi Lancer) Unfall
WP 4: Richard/Floene (Subaru Impreza) Unfall
WP 2: Holowczyc/Kurzeja (Mitsubishi Lancer) TD, Folge nach Unfall in WP 1
* nicht in PCWRC eingeschrieben

WP-Bestzeiten:
Sola 10; McShea 4, Ligato 3; Kulig 2; Vossen, Rowe und Solowow je 1.

Stand in der PCWRC-WM:
1. Arai 30 Punkte; 2. Rowe 27; 3. Singh 22; 4. Blomqvist 21; 5. Sola 18; 6. Ligato 13; 7. Al-Wahaibi, Trivino und Kulig je 6; 10. Bourne, Manfrinato und Errani je 5; 13. Ferreyros, Holowczyc, De Dominicis und Colsoul je 4; 17. Roman 3; 17. McShea, Sztuka und Aur je 2; 21. Richard 1.


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