Der Franzose Sébastien Loeb ging Samstag-Morgen nur als Drittplazierter hinter dem Briten Richard Burns sowie dem Finnen Marcus Grönholm auf die zweite Etappe der ADAC Rallye Deutschland, blies aber umso kräftiger zur Aufholjagd und eroberte bis zum zweiten Zwischenziel in Trier die Rallye-Führung auf seinem Citroën Xsara WRC.
Anfangs liess Loeb noch Champion Grönholm im Peugeot 206 WRC den Vortritt. „Magic Marcus“ entzauberte Rallye-Leader Burns in der WP9 und übernahm die Führung. Zwei Prüfungen später reichte Loeb den Grönholm-Teamkollegen Burns weiter durch und attackierte den führenden Finnen. Plötzlich bremsten Reifenschäden (WP12/13) Grönholm unliebsam ab. Loeb nutzte die Gunst der Stunde und entriss dem Finnen die Spitzenposition, während der Brite Colin McRae im nächsten Citroën Xsara WRC Burns ebenfalls niederrang.
Gegen die stürmischen Attacken des Esten Markko Märtin, der mit seinem Ford Focus WRC am Freitag nach Getriebeproblemen reichlich Zeit verloren hatte und auf der zweiten Etappe immerhin fünf Bestzeiten setzte, konnten sich weder McRae noch Burns wehren. Der schwierigen Strecke in Baumholder und im Saarland fielen viele Teams mit Technikproblemen zum Opfer – darunter auch Stars wie der Franzose Philippe Bugalski (WP11, Citroën – Motorschaden) oder die Finnen Jani Paasonen (WP11, Mitsubishi – Unfall) und Toni Gardemeister (WP13, Skoda – Hinterachsdefekt). Rund 128.000 Zuschauer verfolgten die spannende Samstags-Etappe wohl geordnet und von über 2.000 Fan-Marshalls optimal betreut.