Burns fuhr drei Bestzeiten in den ersten sechs WPs
Richard Burns setzte mit seinem Peugeot 206 WRC drei Bestzeiten auf den ersten sechs Prüfungen der ADAC Rallye Deutschland (24.-27.7.) und liegt vor der letzten Show-Prüfung der heutigen Freitagsetappe knapp in Führung. Der Brite steht allerdings unter massivem Druck des Vorjahressiegers Sébastien Loeb (Frankreich) auf Citroën Xsara WRC, der sich mit nur 7,6 Sekunden Rückstand in unmittelbarer Schlagdistanz hält.
Ob die heutige Aufholjagd des amtierenden Weltmeisters und Burns-Teamkollegen Marcus Grönholm als Flankenschutz oder gar als Attacke gewertet werden darf, bleibt offen. Der Finne Grönholm will mit nur 8,7 Sekunden Rückstand auf Burns jedenfalls alle Trümpfe in der Hand behalten.
Die Spannung auf der ersten Etappe wuchs, als der Este Markko Märtin (Ford Focus WRC) Burns mit zwei Topzeiten kurz die Führungsposition streitig machte, doch dann unliebsam von Getriebeproblemen eingebremst wurde. Technische Probleme und mangelnde Motorleistung hielten den Vorwärtsdrang deutscher Topfahrer wie Armin Schwarz (15. Platz) oder Matthias Kahle (23. Platz) bislang noch in Grenzen. Völlig aus dem Rennen ist dagegen der vierfache Champion Tommi Mäkinen aus Finnland, der seinen Subaru Impreza mit einem Lichtmaschinendefekt nach der Dhrontal-Prüfung (WP6) abstellen musste.
Unter den seriennahen Produktionswagen dominierte bisher der Spanier Daniel Sola (Mitsubishi Lancer) vor dem Briten Martin Rowe (Subaru Impreza). Nach Polizei-Angaben verfolgten rund 72.000 Zuschauer die erste Etappe der ADAC Rallye Deutschland und bestätigten so das gestiegene Publikumsinteresse gegenüber dem Vorjahr mit circa 60.000 Rallye-Fans. Von den 78 gestarteten Teams aus 29 Nationen werden noch 67 im Zwischenziel Trier und für den Re-Start am Samstag-Morgen um 6.30 Uhr erwartet.