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2003-07-23 13:10:24 - ks
WRC: Gaßner: „Deutschland Rallye große Herausforderung“

Gaßner trifft als Führender der Deutschen Meisterschaft auf starke Gegner
Deutschland freut sich auf eines des größten Sportereignisse des Jahres: Die Rallye-Weltmeisterschaft macht am letzten Juliwochenende rund um Trier, im Hunsrück und im Saarland Station. Der Veranstalter erwartet 250.000 Zuschauer, die die Driftkünste von 81 Teams bestaunen wollen. Mitsubishi ist mit zwei Lancer WRC in der Top-Klasse der World Rally Cars vertreten. Die beiden jungen Finnen Jani Paasonen und Kristian Sohlberg sollen bei diesem Testeinsatz ihr Potenzial auf Asphalt zeigen. Darüber hinaus vertrauen 33 weitere Piloten auf die bewährte Rallye-Technik von Mitsubishi. Einer von Ihnen ist Hermann Gaßner, der Führende in der Deutschen Rallye-Meisterschaft. Der 44 Jahre alte Kfz-Meister aus Surheim in Bayern startet mit seiner Beifahrerin Karin Thannhäuser in einem Mitsubishi Carisma GT Evolution VII.

Sie treffen in der Gruppe N der seriennahen Rallye-Boliden auf harte Konkurrenz, weil die Rallye Deutschland unter anderem der fünfte von sieben Läufen der Gruppe N-WM ist. Was bedeutet das für Sie?
„Bereits im Vorjahr war die Konkurrenz stark und trotzdem haben wir einen Klassensieg eingefahren. Dennoch wird es heuer wesentlich schwieriger. Wenn es um WM-Punkte geht, gibt jeder Fahrer sein Bestes. Es ist auf jeden Fall eine große Herausforderung, gegen diese hoch motivierte Weltelite anzutreten, zumal die meisten ebenfalls leistungsstarke Evo-Modelle von Mitsubishi fahren. Wir peilen einen Platz zwischen fünf und zehn in der Klasse an.“

Die Rallye Deutschland wird auf Asphalt-Strecken ausgefahren, die es in sich haben, da sich die Untergründe und die Streckenführung je nach Region stark unterscheiden. 2002 hat man die verschiedenen Streckentypen von einander getrennt, jetzt werden sie in jeder der Etappen gemischt. Was bedeutet das für den Fahrer?
„Das macht die Sache sicher nicht einfacher für uns. Aber alle Fahrer müssen mit diesen Wechseln klar kommen. Letztes Jahr hatte man genug Zeit, sich und vor allem das Auto gut auf jeden Streckentyp einzustellen. Das wird dieses Jahr sicher schwieriger. Enge Serpentinen in den Weinbergen wechseln sich mit den eher schnellen Strecken in der Region St. Wendel ab. Einige der insgesamt 22 Prüfungen führen durch Truppenübungsplätze. Dort sind die Strecken dreckig und daher rutschig. Immerhin hat man auf der berüchtigten „Panzerplatte“ in Baumholder die letzten reinen Schotterstücke asphaltiert, dadurch ist die Fahrbahn etwas sauberer.“

Haben Sie einen Heimvorteil?
„Auch wenn fast alle Prüfungen im Vergleich zum Vorjahr verändert wurden, kennen wir Teile der Strecke, weil wir sie nicht nur im Vorjahr, sondern in früheren Jahren auch in vielen Einsätzen in der Deutschen Meisterschaft gefahren sind. Das ist sicher ein Vorteil gegenüber Piloten, die zum ersten Mal hier antreten. Außerdem freuen wir uns auf die Unterstützung der mehreren hunderttausend Fans. Solche Zuschauermassen hat ja nicht einmal die Formel 1.“


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