Emilie Le Fur kontrolliert sämtliche Arbeiten am Zentralservice
Die kesse Französin weht wie ein Wirbelwind am Service, doch die Mannsbilder haben kaum Augen für den hübschen Twen. Man(n) konzentriert sich auf die Arbeit an den Peugeot 206 WRC – wie selbstverständlich auch Frau Emilie Le Fur.
Wechselweise ist die Ingenieurin für den 206 von Gilles Panizzi oder Harri Rovanperä zuständig, kontrolliert sämtliche Arbeiten am Zentralservice und steht für technische Fahrerwünsche auf Dauerempfang.
Bereits als Kind prüfte Emilie Le Fur Ölstand oder Reifendruck an Papas Auto. So stand der Berufswunsch folglich lange vor dem Abitur fest. Den Abschluss absolvierte sie noch zusammen mit 15 Mädels, doch an der Technik-Hochschule blieb sie die einzige Frau: „Meine Hobbies Klassisches Tanzen und Eishockey waren Ausgleich und zugleich der notwendige Frustabbau.“
Erste Motorsport-Erfahrungen sammelte sie im GP-Motorradteam von Luca Cadalora, wo sie für seine Honda mehr als 500 Motortests durchführte und Komponenten-Entwicklung betrieb. Bei Peugeot – teamintern übrigens nur „Elf“ genannt – und in der Rallye-WM fühlt sie sich nunmehr pudelwohl und ärgert sich nur über ein weltmeisterliches Streß-Manko: „Von den tollen Ländern kriege ich leider viel zu wenig mit – null Sightseeing.“