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F3 Cup: Aus der Boxengasse zum Sieg

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De Oliveira ist durch nichts zu stoppen |
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| Das war eine überzeugende Leistung von João Paulo de Oliveira: Der Brasilianer startete aus der Boxengasse und war nach 15 Runden trotzdem der Sieger. Ross Zwolsman und Sven Barth komplettierten das Podest des zehnten Laufs zum RECARO Formel-3-Cup auf dem EuroSpeedway.
Es begann schlecht für de Oliveira: In der Einführungsrunde löste sich sein Sicherheitsgurt. Deshalb bog der JB-Pilot in die Boxengasse ein, statt sich auf seine Pole Position zu stellen. Damit hatte Hannes Neuhauser den besten Startplatz inne, doch der Österreicher würgte seinen Opel-Motor ab und verschenkte viele Plätze.
Ebenfalls eher schwach war der Beginn von Markus Mann. Beim 18jährigen verabschiedete sich der ersten Gang schon beim Start in die Aufwärmrunde, was ihn sogar noch hinter den R-Wagen zurückwarf. Laut Reglement muss sich der Pilot dann ganz hinten einreihen, was Mann auch machte. Nachdem er sich in der dritten Runde noch einen Ausflug ins Kiesbett gönnte, war das Rennen gelaufen. Erschwerend kam noch hinzu, dass sich zu guter Letzt auch noch der fünfte Gang abmeldete. Für den zweitbesten Rookie war so nicht mehr als Rang 13 möglich.
Auch nicht wesentlich besser lief es für Hannes Neuhauser. Gestern noch lange in Front gelegen, musste er sich heute aus den Niederungen des Feldes nach vorne ackern, was ihm nur bis auf Rang sieben gelang.
Vorne umrundeten unterdessen neue Gesichter den 4,435 Kilometer langen GP-Kurs des EuroSpeedways. Ross Zwolsman und Franz Schmöller wurden an der Spitze notiert, gefolgt von Sven Barth. Der Niederländer zeigte in seinem ersten Formel-3-Rennen seit vielen Monaten eine gute Vorstellung, er hielt die erste Position bis zwei Runden vor dem Fallen der Zielflagge. Schmöller, der ebenfalls ein gutes Rennen ablieferte, hatte er jederzeit im Griff. Doch dann kam João Paulo de Oliveira angeflogen. Zwolsman war sich sicher, dass er eine gute Chance auf den Sieg hatte, denn er wusste, dass das Überholen auf der Strecke nicht einfach ist, wenn der Vordermann fehlerfrei bleibt. Aber genau das schaffte er nicht, wenn auch er nicht schuldig war. Sein zweiter Gang sprang ihm genau in dem Moment raus, als er knapp vor de Oliveira auf die Start/Ziel-Geraden einbog. Den für kurze Zeit fehlenden Vortrieb des Performance-Piloten nutzte der Brasilianer, um sich neben den Dallara F399 des Niederländers zu setzen. Mit der besseren Innenlinie in der ersten Kurve hatte er auch Zwolsman geknackt.
Der Zieleinlauf nach 15 Runden lautete: João Paulo de Oliveira vor Ross Zwolsman und Sven Barth, der den lange Zeit zweitplatzierten Franz Schmöller packte, als er sich verbremste und den Weg durch den Notausgang wählen musste. Das Damen-Duell entschied Catharina Felser für sich. Als Zehnte schüttelte sie ihre Rivalin Ina Fabry um über zehn Sekunden ab.
João Paulo de Oliveira: Das war heute das Maximum, was ich geben musste. Es war eines meiner besten Rennen. In der Einführungsrunde ist mir der Gurt aufgegangen, deshalb bin ich zurück an die Box. Im Anfang war ich vorsichtig, denn die Superfund World Series hat einiges an Dreck auf die Strecke geschafft. Außerdem war es nicht einfach, die Top-Leute zu überholen, denn die haben ja ihre Positionen nicht freiwillig hergegeben.
Ross Zwolsman: Ich bin etwas enttäuscht, denn der Sieg wäre möglich gewesen. Als João Paulo mich überholen wollte, ist mit der zweite Gang rausgesprungen. Aber mit meiner Leistung ohne Testfahrten im Vorfeld kann ich eigentlich zufrieden sein.
Sven Barth: Hinter mir kam ein rotes Auto wie ein Blitz angeschossen, da habe ich dann lieber Platz gemacht. JP ist verdammt schnell gewesen. Aber ich bin auch happy, Platz drei und bester Rookie, was will ich mehr.
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