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2003-07-18 01:01:43 - ks
WRC: Showdown im deutschen Südwesten

Alle jagen die französischen Asphalt-Spezialisten; hier Vorjahressieger Loeb
Die ADAC Rallye Deutschland (24. – 27. Juli) rund um Trier läutet die zweite Halbzeit in der Rallye-Weltmeisterschaft 2003 ein. Bei den bisher sieben durchkämpften Runden – bei teils asphaltierten Winterbedingungen (Monte Carlo, Schweden) sowie auf Schotter (Türkei, Neuseeland, Argentinien) und Geröll (Akropolis, Zypern) sorgten fünf verschiedene Siegertypen für Hochspannung, die in Ende Juli im deutschen Südwesten prickelnd fortgesetzt wird.

Zwangsläufig wollen und müssen gerade die Werksteams der sieben engagierten Automobil-Hersteller – Hyundai sowie Skoda ergänzen hier die Protagonisten und Mitsubishi belegt in Deutschland wieder eine Gastrolle – beim deutschen WM-Lauf neue Erfolgsmarken setzen. 82 Teams aus 29 Nationen nannten zur 22. Int. ADAC-Rallye Deutschland (24.-27. Juli), um auf den 22 eingeplanten Bestzeitprüfungen (ca. 395 km) in den Mosel-Weinbergen, im Militärgelände Baumholder und im Saarland um frischen Lorbeer zu driften.

Armin Schwarz verneint Heimvorteil
„Den unterschiedlichen, oft tückischen Asphalt-Charakter der drei Etappen kennen die internationalen Kollegen mittlerweile genau, so dass von einem Heimvorteil keine Rede mehr sein kann,“ bekennt der bayerische Hyundai-Pilot Armin Schwarz. „Großes Taktieren ist hier für die Katz, vom Start weg muss Vollgas gefahren werden.“

2Fast, 2Furios – wie schnell wollen sie denn sein?!
Die Subaru-Sturmspitze Petter „Hollywood“ Solberg setzt weiter auf Karriere-Push und verrät die eigene Regie-Anweisung für seinen deutschen Erfolgsfilm: „Im Vorjahr lief es selbst auf den rutschigen Asphalt-Pisten bis zu meinem Top-Speed-Dreher recht gut. Diesmal werde ich wie auf Zypern mit jeder Prüfung mein Tempo immer weiter steigern und so die französischen Asphalt-Könige entthronen.“ Der sauschnelle Gallier Gilles Panizzi – sein zweiter Vorname ist Grip – brach sich beim Testunfall zwar eine Rippe an, doch sein Siegeswille als branchenbekanntes Asphalt-Ass ist ungebrochen. Folglich will Asphalt-Kaiser Panizzi auch endlich die Top-Tempo-Liste 2003 aufpeppen: Auf den bislang 133 abgedrifteten Prüfungen (2.597 km bei insgesamt über 9.900 Streckenkilometern) setzte Grönholm klar die meisten Bestzeiten (39) – gefolgt von Sainz (18), Solberg (17), Rovanperä (16), Märtin (15), Burns (13), Mäkinen (9), Loeb (6) sowie Colin McRae und Duval mit je 3 Topzeiten. Der deutsche Pechvogel Armin Schwarz erscheint hier nicht und darf sich glücklich schätzen, dass er mit seinem Hyundai nach vier Ausfällen dreimal ins Ziel gekommen ist und bisher erst drei WMPunkte ergattert hat. Umgekehrt ist der Brite Richard Burns der Glückspilz: Ohne Saisonsieg, aber mit vier Podiumsplätzen führt „Little Richard“ (37 Pkt.) das Championat vor Carlos Sainz (36), Marcus Grönholm (30) und Petter Solberg (29) an.

Ausgeklügelte Fahrwerk-Setups für diffizilen Asphalt-Charakter
Für den deutschen Showdown signalisiert Ford-Teammanager Malcolm Wilson derweil skeptischen Optimismus: „Für unseren neuen Focus RS WRC03 ist die Deutschland-Rallye das erste Asphalt-Event, so dass die Fahrwerksabstimmung auf diesen unterschiedlichen Prüfungsbelag recht schwierig war. Die Daten vom vorjährigen WRC02 konnten nicht einfach adaptiert werden – für die Weinberge, für Baumholder und fürs Saarland mussten diverse Setups erfahren werden. Wir werden rund um Trier jedenfalls wettbewerbsfähig sein, aber echte Siegchancen sehe ich eher bei den späteren Asphalt-Rallyes in Italien, auf Korsika und in Spanien.“ Bis Ende Juni spulten Ford, Peugeot und Citroën ihre deutschen Testprogramme ab, während Skoda seinem WM-Debütanten Fabia WRC noch Anfang Juli den WM-Feinschliff verpasste und Subaru sowie Hyundai erst eine Woche vor der Rallye ihren Fahrwerken und Differenzialen teutonische Asphalt-Gene einpflanzen.

Eigenständige Zeitenduelle in der Produktionswagen-Weltmeisterschaft
Während die Stars mit ihren High-Tech-Boliden vom Typ World Rally Car (WRC) um den goldigen Gesamtlorbeer kämpfen, raufen sich die Produktionswagen-Piloten mit ihren seriennahen Mobilen (Gruppe N) auf gleichem Terrain um Spiel, Satz und Sieg in ihrer zweiten Liga. Jahrelang dominierte Mitsubishi mit diversen Lancer-Evo-Varianten in diesem Championat, doch der Malaye Karamjit Singh auf dem Lancer-Lizenzmodell Proton Pert signalisierte mit seinem WM-Erfolg 2002 bereits den Wachwechsel. Bei den ersten vier von insgesamt sieben Läufen zur Produktionswagen-Weltmeisterschaft 2003 wanderte der Führungsstab sogar komplett zum Erzrivalen Subaru ab. Der Japaner Toshi Arai, der sich für Deutschland eine Zwangspause verschrieb, und der alte Schwede Stig Blomqvist (57) bestimmten mit ihren neuen Impreza WRX STi bislang das Siegertempo – übrigens erfolgreich flankiert von ihrem britischen Marken-Kollegen Martin Rowe. Das Saisonduell Subaru contra Mitsubishi erfährt nun rund um Trier eine klare Spannungssteigerung, da in der Lancer-Fraktion mit dem Spanier Daniel Sola oder dem Italiener Giovanni Manfrinato ausgesprochene Asphalt-Spezialisten antreten.


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