Hennerici wurden nachträglich 30 Sekunden aufgebrummt
Er fuhr zwar als Erster über die Ziellinie, doch im offiziellen Ergebnis des 6. Laufs zum Alfa 147 Cup taucht Marc Hennerici (Mayen) nur auf Rang 15. auf. „Ich habe mich bei einem Überholmanöver in der letzten Runde verbremst und deswegen in der Schikane abgekürzt“, erklärte der Lokalmatador und bisherige Tabellenführer. Ein harmloser Rennvorfall mit weitreichenden Konsequenzen. Denn „Abkürzen in der Schikane“ wird von den Sportkommissaren immer geahndet - im Falle von Hennerici mit 30 Sekunden Strafzeit. Eigentlicher Leidtragender des misslungenen Bremsmanövers war Reinhard Huber (Albaching), der von Hennerici abgedrängt die Führung wenige Meter vor dem Ziel an den Italiener Raffaele Raimondi verlor. Zu Ehren von Raimondis Premierensieg im Alfa 147 Cup erklang zum ersten Mal im Diesel-Markenpokal der Mailänder Avantgardemarke Alfa Romeo die italienische Nationalhymne. „Ein perfektes Rennen“, freute sich der Ski- und Snowboardlehrer aus der Nähe von Modena.
Als Zweiter ging Erwin Piro (Heusweiler) aus den Wirren der letzten Meter hervor, der damit erneut die Sonderwertung der Gentleman-Driver (älter als 50 Jahre) für sich entschied. Den Sieg in der Junior-Wertung sicherte sich der Österreicher Christoph Lampert (Feldkirch) mit Rang vier. Beste Dame im insgesamt 33 Teilnehmer starken Feld war Schauspielerin Eve Scheer auf Rang elf. Christian Hohenadel (Quierschied) wurde schon in der Anfangsphase des Rennens in eine Rempelei verwickelt und rettete seinen angeschlagenen Alfa 147 1.9 JTD als Sechster ins Ziel. Die dafür vergebenen 15 Punkte reichten dem Saarländer allerdings, erneut die Tabellenführung zu übernehmen.
Ohne größere Probleme beendete Rudolf Schenker, Gitarrist der Hannoveraner Rockband „The Scorpions“, sein erstes Autorennen. „Ich habe großes Lob von der Konkurrenz bekommen, weil ich beim Überrunden niemanden aufgehalten habe“, fasste Schenker seine Erlebnisse im Alfa 147 Cup mit Humor zusammen. „Für mich persönlich ist wichtig, dass ich von Runde zu Runde besser mit dem Alfa 147 1.9 JTD zurecht gekommen bin. Am Sonntag habe ich im zweiten Rennen die Chance, mich weiter zu verbessern.“ Schenker hatte mit einem Lehrgang bei der Scuola Sportiva, der Sportfahrschule von Alfa Romeo, die Motorsportlizenz erworben.