Beide Qualifikationssitzungen für die Saisonläufe sieben und acht des RECARO Formel-3-Cups auf dem Nürburgring entschied der Brasilianer João Paulo de Oliveira für sich. Neben ihm in der ersten Startreihe steht in beiden Rennen der Österreicher Hannes Neuhauser.
De Oliveira dominierte die erste 20minütige Session, die für die Startaufstellung am Sonntag maßgeblich ist. Zwar wurde ihm in den ersten Minuten der Österreicher Hannes Neuhauser gefährlich, doch der Brasilianer blieb cool und Neuhauser qualifizierte sich am Ende mit 0,341 Sekunden Rückstand für die zweite Startposition. Überraschender Dritter wurde der Neuling im RECARO Formel-3-Cup, Michel Frey aus der Schweiz mit einem Rückstand von 1.105 Sekunden.
Auf Startplatz vier fuhr der Führende in der Rookie-Wertung Sven Barth. Er konnte am freien Training nicht teilnehmen, da er noch eine Studien-Prüfung schreiben musste und somit fehlte ihm Erfahrung auf der Strecke.
Auch im Qualifikationstraining für das Rennen am Samstag machte João Paulo de Oliveira seine Überlegenheit deutlich. Mit 0.638 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Hannes Neuhauser sicherte er sich seine fünfte Pole-Position in der laufenden Saison. Den dritten Rang eroberte sich wie im ersten Durchgang ein Neuling. Diesmal konnte sich Thomas Holzer gegen die Konkurrenz durchsetzten. Beste Dame im Feld war Catharina Felser. Sie erfuhr sich die neunte Startposition für den siebten Saisonlauf.
Für frischen Wind im Qualifikationstraining sorgten die Neueinsteiger im RECARO Formel-3-Cup, die mit ihren sehr guten Leistungen auf sich aufmerksam machten. Im ersten Teil der Qualifikation zeigten Michel Frey auf Platz drei, Adrian Wolf auf dem fünften Startplatz und als Sechster Thomas Holzer, den „Alten“ wie der Hase läuft. Im zweiten Teil überraschten Thomas Holzer und Adrian Wolf mit Platz drei und vier.
João Paulo de Oliveira: Unsere Erfahrung vom letzten Jahr hat uns heute sehr geholfen – der Wagen lag einwandfrei. Glückwunsch an Yokohama, der neue Reifen, der ab diesem Wochenende erstmals eingesetzt wird, ist wirklich sehr gut. Das Rennen wird dadurch viel härter, da man den Reifen viel weiter und vor allem viel länger am Limit fahren kann.
Thomas Holzer: Ich bin überglücklich und total überrascht. Ich konnte nur sehr wenig testen und hätte deshalb nie mit einem dritten Startplatz gerechnet. Natürlich ist jetzt das Treppchen mein Ziel für das Wochenende.
Sven Barth: Es hat mir nicht gerade geholfen, dass ich im freien Training nicht mitfahren konnte. Ich hatte zwar noch Erfahrungen vom letzten Jahr, aber mit dem Formel-3-Fahrzeug ist es etwas ganz anderes. Mein Ziel ist, trotz dieser schlechten Ausgangsposition, so viel wie möglich Punkte zu sammeln.