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2003-07-10 10:16:02 - ks
VLN: Riesenjubel im Scheid-Team

(c) SP Motorsport Media
Scheid: "Das alles stimmt uns auch sehr optimistisch für die weiteren Läufe"
Begann die Saison 2003 doch etwas steinig, so hat Scheid-Motorsport rund um Teamchef Johannes Scheid zurzeit allen Grund zum feiern. Nach dem herausragenden 5. Platz beim 24 Stunden Rennen, aufgrund der Disqualifikation der Zakspeed-Viper rutschte man noch einen Platz auf, konnte jetzt beim 6. Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft 2003 endlich der langersehnte und hochverdiente Gesamtsieg eingefahren werden.

Im Training waren Mario Merten und Oliver Kainz noch nicht ganz zufrieden mit dem Auto. Aufgrund von starkem Übersteuern in Rechtskurven kam Mario Merten nicht über eine Zeit von 09:12 Minuten und dem vierten Platz nicht heraus. „Insbesondere im Galgenkopf, der wohl wichtigsten Kurve der ganzen Nordschleife, ging mir das Auto hinten weg“, so der amtierende Meister Mario Merten nach dem Training. „Daher fehlte mir viel Schwung für die lange Döttinger Höhe.“

Zwischen Training und Rennen wurden dann einige Änderungen am Fahrwerk gemacht, die das Auto letztendlich doch deutlich fahrbarer machten.

Startfahrer Mario Merten konnte sich schnell um einen auf den dritten Platz verbessern. Bedingt durch einen Ausrutscher von Timo Bernhard im Raeder-Porsche und ein Überholmanöver gegen Dirk Adorf im V8STAR des Sagarage-Teams konnte Mario dann ab Runde zwei die Führung übernehmen. Runde für Runde baute Mario den Vorsprung auf den nun Zweitplatzierten Peter Mamerow im Porsche GT3 aus, dies mit Rundenzeiten, die sich etwa zehn bis 20 Sekunden schneller als die der Konkurrenz erweisen sollten.

Merten übergab mit rund einer Minute Vorsprung an Oliver Kainz, der in seinem Turn mit konstanten Rundenzeiten knapp über neun Minuten die Führung behaupten konnte. Doch jetzt kam erst die Schlüsselstelle zum Sieg: Johannes Scheid konnte sich aufgrund starker Rückenschmerzen fast gar nicht bewegen, musste aber dennoch zumindest eine Runde im Eifelblitz drehen. Die wohl bislang schwierigste Runde in der langen Karriere des Johannes Scheid stand an.

Bedingt durch den zusätzlichen Wechsel auf Mario Merten, lag der Eifelblitz nun auf Platz vier. Doch nun begann die große Show des Nürburgers. Mit Zeiten rund um 08:44 Minuten konnte Mario nicht nur den Schall-Mercedes und den V8STAR einholen, er knabberte pro Runde zwischen zehn und 15 Sekunden vom Vorsprung des Peter Mamerow ab. Als Peter Mamerow dann zwei Runden vor Schluss zu einer Stop&Go-Strafe in die Box kam, war der Vorsprung auf 15 Sekunden geschmolzen. Vom Schwedenkreuz kam dann die Meldung, dass es nur noch rund acht Sekunden seien. „Im Kesselchen konnte ich an den Porsche ranfahren, in der Mutkurve konnte ich ihn dann sogar ausbremsen“, so der Nürburger, der somit als Führender in die letzte Runde ging.

Peter Mamerow konnte sich an den Eifelblitz dranhängen – auf der Döttinger Höhe kam es dann zum Showdown. Stoßstange an Stoßstange fuhren Merten und Mamerow die lange Gerade hinauf, doch der bärenstarke V8-Motor von FEV-Racing war stark genug, um Mario Merten im „ATE Powerblitz“ in Führung zu halten. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 0,3 Sekunden überquerte Mario Merten dann als Gesamtsieger die Ziellinie und sorgte somit für den ersten Gesamtsieg seit dem 15. April 2000, als Johannes Scheid gemeinsam mit Kurt Thiim im damals noch E36 er BMW triumphierten konnte.

Entsprechend groß war die Freude dann nicht nur bei Teamchef Johannes Scheid, sondern in der gesamten Crew. „Ich muss mich beim Team bedanken, die Crew hat erstklassige Arbeit geleistet“, freute sich der fünfamlige VLN-Meister Scheid nach dem Rennen. „Ein besonderes Lob aber auch an FEV-Racing, die uns einen Motor gebaut haben, der nach dem 24 Stunden Rennen nun erneut ohne Beanstandung lief und so stark war, dass selbst ein Porsche GT3 auf der Döttinger Höhe nicht vorbei fahren kann. Auch Dunlop gehört ein Riesenlob, denn die Reifen waren perfekt. Das alles stimmt uns auch sehr optimistisch für die weiteren Läufe, der ein oder andere Top 3-Platz sollte noch machbar sein.“

Quelle: www.scheid-motorsport.de


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Spannung pur an der Tabellenspitze
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