Die groß angekündigte Oval-Premiere der V8STAR auf dem EuroSpeedway Lausitz bleibt vorerst ohne Ergebnis. Der Veranstalter , der ADAC Würzburg, gab am Sonntagabend bekannt: „Aufgrund von nicht nachvollziehbaren Ereignissen während der Gelbphase und Reorganisation des Teilnehmerfeldes kann ein reguläres Ergebnis nicht zweifelsfrei erstellt werden.“
Was war passiert? Mit mehr als sechs Stunden Verspätung startete am Sonntagnachmittag das Erste Rennen einer deutschen Silhouetten-Rennserie. Aufgrund von starken Regenfällen in der „regenärmsten Region Deutschlands“, mussten schon an den Tagen zuvor die Trainingssitzungen verschoben werden. Als es dann endlich über eine verkürzte Distanz von 50 Runden, ursprünglich stand zusätzlich ein Vorlauf über 30 Runden auf dem Programm, verlief zunächst alles planmäßig.
Doch selbst bei lediglich 16 Fahrzeugen auf dem 3,251 km langen Tri-Oval blieben Rangeleien und Mauerkontakte nicht aus. Dies führte zu Gelbphasen, bei denen die Rennleitung nicht in der Lage war, das Feld geordnet in den Restart zu schicken. Hinzu kam eine unverständliche Durchfahrtsstrafe gegen Thomas Mutsch, der über weite Strecken das Rennen dominiert hatte. Angeblich hatte der Bitburger während einer Gelphase unerlaubt seine Box angesteuert.
„Ich sehe mich als moralischer Sieger. Für mich ist die Entscheidung der Rennleitung nicht nachzuvollziehen“, so Mutsch, der am Ende als Zweiter angewunken wurde. Pedro Lamy ging als vorläufiger Sieger aus der verkorksten Premiere hervor, sein Teamgefährte Robert Lechner wurde Dritter hinter Mutsch. Nach dem Fallen der Zielflagge legten mehrere Teams Protest gegen die Wertung des Rennens ein.
Am 8. Juli planen die Rennleitung gemeinsam mit dem DMSB eine Rekonstruktion des Rennverlaufes, um auf diesem Weg zu einem zählbaren Ergebnis zu kommen.