Stefan Nebel war beim Österreich-Gastspiel nicht zu stoppen
Bei der vierten Saisonveranstaltung der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) an diesem Wochenende (5./6. Juli 2003) erlebten 12.000 Zuschauer auf dem Salzburgring einen Superbike-Doppelsieg von Stefan Nebel (Suzuki). Die österreichische Highspeed-Strecke zeigte sich mit einem verregneten Trainingssamstag und herrlichem Sommerwetter am Rennsonntag von ihrer launischen Seite.
Das Rennwochenende der Superbikes gehörte eindeutig den Suzukis. Zwar holte sich Honda-Pilot Jürgen Oelschläger die Pole Position, kam aber nach einer Kollision mit dem Österreicher Mike Wohner beim Samstagsrennen nur bis zur 3. Runde, stürzte und brach sich das Schlüsselbein. In der gleichen Runde übernahm Stefan Nebel von seinem Süd-Tiroler Markenkollegen Markus Wegscheider die Führung und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. Wegscheider büßte nach einem Fahrfehler seinen zweiten Rang noch an Volker Bähr (Sandhausen) ein. Auch der vierte Platz ging mit Stefan Scheschowitsch an Suzuki. Um Rang fünf duellierten sich rundenlang die beiden Österreicher Andy Meklau (Ducati) und Mike Wohner (Suzuki). Meklau hatte das bessere Ende für sich.
Auch den 8. Superbike-Lauf am Sonntag konnte Stefan Nebel gewinnen. Dabei gelang ihm beinahe ein Start-Ziel-Sieg. Nur in der zweiten Runde musste er die Führung kurz an Wegscheider abgeben. Danach hatte der Südtiroler Mühe, Nebel zu folgen und verlor seine gute Position 4 Runden vor Schluss sogar bei einem Ausritt in das Kiesbett. Scheschowitsch und Meklau lagen danach hinter Nebel auf den Plätzen zwei und drei, mussten sich aber am Ende einem furios aufholenden Michael Schulten beugen, der erneut einen schwachen Start erwischte. Schulten wurde Zweiter, Scheschowitsch Dritter.
In der Meisterschaft baute Nebel (154 Punkte) seine Führung auf 27 Punkte Vorsprung aus. Hinter ihm folgen derzeit Schulten (127) und Wegscheider (101).