Henzler konnte sich im Rennen gegen Ortelli durchsetzen
Wolf Henzler baute mit dem zweiten Saisonsieg beim sechsten Lauf des Porsche-Michelin-Supercup in Magny-Cours seine Führung in der Fahrerwertung auf nunmehr zehn Punkte aus. Der 28jährige übernahm vom Start weg die Spitze, die er über die 16-Runden-Distanz erfolgreich gegen alle Angriffe von Stéphane Ortelli verteidigte.
Ortelli fuhr seinen Porsche mit 1,3 Sekunden Rückstand auf den Gewinner über die Ziellinie. Mit diesem Ergebnis greift der Gesamtsieger des Porsche-Michelin-Supercup 2002 aktiv in den Kampf um die Trophäe ein. Denn am Vorabend des Rennens einigte sich der Monegasse mit Teamchef Walter Lechner darauf, für die Mannschaft des Österreichers die noch ausstehenden sieben Rennen zu bestreiten.
Hinter Ortelli sah Patrick Huisman als Dritter die karierte Flagge. Der Niederländer setzte den Zweitplatzierten ab der 13. Runde unter heftigen Druck. Das Duo verlor im Verlauf des Zweikampfes den Anschluss an Henzler.
Pierre Kaffer behält als Vierter des Rennens seinen zweiten Tabellenplatz vor seinem Teamkollegen Frank Stippler. Stippler beklagte bereits im Zeittraining, dass sein Rennwagen nicht den gewohnten Grip aufbaute und konnte auch beim 16-Runden-Sprint auf der französichen Grand Prix-Strecke nicht über den sechsten Platz hinaus nach vorne fahren. Der Student bleibt Dritter der Fahrerwertung, sieht sich allerdings unter zunehmendem Druck von Huisman, der Walter Lechner jr. vom vierten Platz verdrängte.
Wolf Henzler (Sieger): "Entscheidend war mein guter Start, und dass ich in den ersten beiden Kurven vorne blieb. Ich hatte ein wenig Sorgen wegen meiner Bremsen, aber die waren zum Glück unbegründet. Zehn Punkte Vorsprung sind besser als vier, aber es bleibt spannend - und anstrengend."
Stéphane Ortelli (Platz zwei): "Es ist gut, wieder hier zu sein, wenn jetzt auch mein Terminkalender mit all den Rennen in der FIA GT-Meisterschaft und dem Supercup prallvoll erscheint. Heute ließ mich etwa ab Runde neun mein Getriebe etwas im Stich, auch die Bremsen waren nicht optimal. Aber das Ergebnis ist für uns im Team eine Riesen-Motivation."
Patrick Huisman (Platz drei): "Am Anfang war ich zu vorsichtig und bekam mächtig Druck von Pierre Kaffer, dem ich dann aber etwas wegfahren konnte. Ich hatte den Eindruck, ich wäre schneller als Ortelli, aber an dem alten Fuchs ging kein Weg vorbei."