Henzler glücklich über seine erste Pole im Porsche Supercup
Tabellenführer Wolf Henzler gelang auf der Rennstrecke von Magny-Cours seine erste Trainingsbestzeit in der aktuellen Saison des Porsche-Michelin-Supercup. Bei trockener Witterung und sommerlichen Temperaturen umrundete der 28jährige Fahrer des Aqua Nova Racing Team Kadach den 4,411 Kilometer langen Kurs in 1:45.918 Minuten und verwies den Monegassen Stéphane Ortelli (1:45.975 Minuten) auf den zweiten Startplatz. Der Gesamtsieger des Porsche-Michelin-Supercup 2002 nimmt an dem Rennen als nicht punkteberechtigter Gastfahrer des Teams der Walter Lechner Racing School teil.
Patrick Huisman nimmt das 16-Runden-Rennen am Sonntag vom dritten Startplatz auf und schließt damit an seine guten Trainingsleistungen der letzten beiden Läufe an. 21 Hundertstel Sekunden trennen Pierre Kaffer als Viertschnellsten von Huisman. Kaffer, derzeit in der Fahrerwertung auf dem zweiten Rang, steht am Sonntag in der zweiten Startreihe neben dem vierfachen Gesamtsieger des Porsche-Michelin-Supercup.
Tim Bergmeister, der erst mit dem dritten Lauf in Spielberg seine Rennsaison begann, erzielte mit dem fünften Startplatz sein bislang bestes Trainingsergebnis. Platz sieben ging an Frank Stippler. Stippler konnte 2003 bereits dreimal die Trainingsbestzeit fahren, kam aber in Magny-Cours über die vierte Startreihe nicht hinaus. Der Tabellendritte beklagte sich über mangelnden Grip seines Porsche, genau wie Romain Dumas, der den VIP-Carrera mit Startnummer 2 fährt und Startplatz neun hinter dem Italiener Alessandro Zampedri besetzt. Sébastien Dumez als Gastfahrer im 911 mit der Nummer 1 belegt den zehnten Rang. Der amtierende Gesamtsieger des Französischen Carrera Cup zeigte sich mit diesem Ergebnis angesichts der für ihn ungewohnten Michelin-Cup-Reifen zufrieden.
Wolf Henzler (Startplatz eins): "Was für ein neues Gefühl! Normalerweise muss ich mich durch das Feld nach vorne kämpfen. Wenn ich morgen einen guten Start erwische und als Erster aus der ersten Haarnadelkurve komme, sollte ich keine allzu großen Probleme mehr haben. Die Reifen sind bei den langen, schnellen Kurven natürlich ein Thema. Aber an Reifenschonen ist hier nicht zu denken, wir fahren schließlich Sprintrennen."
Stéphane Ortelli (Startplatz zwei): "Der Umstieg vom stärkeren GT3 RS, mit dem ich in der FIA GT-Meisterschaft fahre, auf den GT3 Cup ist nicht schwierig, denn das Cup-Auto ist in der aktuellen Version noch mehr Rennwagen als im vergangenen Jahr, in dem ich den Gesamtsieg holte. Inzwischen ist der GT3 Cup ein Auto, das ein technisch sehr versiertes Team benötigt. Und das ist die Mannschaft von Walter Lechner."
Patrick Huisman (Startplatz drei): "Unser Aufwärtstrend begann bereits in Monaco, als ich Zweitschnellster im Training war. Am Nürburgring setzte sich die gute Entwicklung fort; dort fehlten mir nur drei Zehntel Sekunden auf den Pole-Sitter. Für das Rennen bin ich äußerst zuversichtlich, denn ich weiß, dass ich heute noch schneller hätte fahren können. Zweimal musste ich sehr gute Runden wegen anderer Autos abbrechen. Als ich meine schnellste fuhr, waren die Reifen schon über ihren Peak hinaus."