Supercup: Trainingsbestzeit bei Monaco-Premiere für Stippler
Dritte Pole 2003 für Frank Stippler
Frank Stippler (Bad Münstereifel) holte die Trainingsbestzeit für den vierten Lauf des Porsche-Michelin-Supercup auf der Grand Prix-Strecke von Monaco in seiner letzten gezeiteten Runde. Der 28jährige Student, der auch in Imola (Italien) und Spielberg (Österreich) Schnellster im Training war, ist zum ersten Mal auf dem traditionsreichen Stadtkurs am Start. Patrick Huisman (Niederlande) nimmt das 16-Runden-Rennen am Sonntag um 11.30 Uhr mit einer Hundertstel Sekunde Rückstand von Startplatz zwei auf - das beste Trainingsresultat nach der Rückkehr des vierfachen Gesamtsiegers (1997 bis 2000) in den Porsche-Michelin-Supercup.
Wolf Henzler (Nürtingen) qualifizierte sich mit der drittschnellsten Zeit einmal mehr für die Spitzengruppe, in die auch Sascha Maassen (Raeren, B) mit Startplatz vier vordrang. Maassen vertritt in Monaco Christian Menzel (Kelberg), der an diesem Wochenende beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teilnimmt.
Alessandro Zampedri (Italien) hat beim Start vom fünften Platz am Sonntag mit Stéphane Ortelli (Monaco) den amtierenden Gesamtsieger des Porsche-Michelin-Supercup neben sich. Ortelli startet auf seiner Heimatstrecke für das österreichische Team der Walter-Lechner-Racing-School.
Formel 1-Testfahrer Ricardo Zonta (Brasilien) fährt auf Einladung der Porsche AG den VIP-Carrera mit Startnummer eins. Zonta verblüffte die Porsche-Routiniers mit seiner siebtschnellsten Zeit.
Eine Premiere erwartet am Sonntag die Zuschauer entlang der Grand Prix-Strecke: erstmals rollt der neue Hochleistungs-Sportwagen von Porsche, der Carrera GT, vor großem Publikum auf die Straße. Der 450 kW (612 PS) starke und rund 330 Stundenkilometer schnelle Mittelmotor-Roadster führt nach einer Demonstrationsrunde das Supercup-Feld zur Startformation um dieStrecke. Premiere Fernsehen überträgt die Fahrt des Carrera GT und das Rennen direkt ab 11.25 Uhr.
Frank Stippler (Startplatz 1): "Monaco zum ersten Mal! Auf dieser Strecke ist alles anders, alles verrückt! Meine Bestzeit geht auf eine lupenreine Chaosrunde zurück, bei der die Bremsen schon ziemlich müde waren. Anfangs lief nichts zusammen, da war Kühlflüssigkeit auf der Strecke, dann gab es viel Verkehr. Aber am Schluss habe ich es mit vollem Risiko doch noch geschafft."
Patrick Huisman (Startplatz 2): "Na also! Monaco ist eine meiner liebsten Strecken; hier gibt es für mich nur einen Weg zu einer schnellen Runde, nämlich eine absolut ruhige Fahrt. Die habe ich gezeigt, und im Porsche fühle ich mich inzwischen schon wieder richtig zuhause."
Wolf Henzler (Startplatz 3): "Ich hätte schneller sein können, machte aber einen Riesenfehler. Als ich zur schnellen Runde rausfuhr, sah ich in der Mirabeau-Kurve eine Flüssigkeit auf der Fahrbahn und dachte, es sei Öl. Also lief ich die Boxen an, um abzuwarten. Dabei kühlten meine Reifen zu sehr ab, der Luftdruck stimmte nicht mehr - und mir ging die Zeit aus. Dann stellte sich auch noch heraus: die Flüssigkeit war Wasser."