Nach dem gelungenen Saisonauftakt im Motopark Oschersleben steht jetzt das Saisonhighlight für die Teilnehmer der Deutschen Tourenwagen Challenge (DTC) auf dem Programm: Der Auftritt im Rahmen des 31. Int. ADAC 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring. Vier lange Runden á 25,941 km auf der legendären Nordschleife inklusive Grand-Prix-Kurs verlangen äusserstes Können von den Fahrern und starke Nerven von den Teams. Am Samstag, nur wenige Stunden vor dem Start des 24-Stunden-Rennens, nehmen die DTC-Piloten die „Grüne Hölle“, wie sie einst der dreifache Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart nannte, in Angriff.
Nach ihrem Sieg im Hauptrennen von Oschersleben führt die Aachenerin Claudia Hürtgen, die für die BMW-Mannschaft von Schubert Motors an den Start geht, die Gesamtwertung der Division 1 an. Sie sieht sich für den zweiten Saisonlauf jedoch nicht unbedingt in der Favoritenrolle: „In Oschersleben ist BMW traditionell stark, da die Streckenführung unseren heckgetriebenen Autos entgegenkommt. Auf der Nordschleife gibt es so viele unterschiedliche Bedingungen, dass hier kein Fahrer oder Auto im Vorteil ist.“ Der amtierende DTC-Champion Thomas Klenke gewann im Ford Focus ST im vergangenen Jahr das DTC-Rennen auf der Nordschleife. Er freut sich auf die Rückkehr in die Eifel: „Die Nordschleife ist einfach einmalig!“ Auch Lokalmatador Stefan Kissling, in Oschersleben vom Pech verfolgt, will im Opel Astra Coupé bei seinem Heimrennen um den Sieg mitfahren.
In der Division 2 waren in Oschersleben die Volkswagen Lupo GTI des Teams der RSG Wolfsburg erfolgreich. Nach einer starken Aufholjagd siegte Florian Gruber im Hauptrennen. „Natürlich will ich auf dem Nürburgring auch gerne wieder ganz oben stehen“, so der 20-jährige Bayer. Da dürften allerdings erfahrene Ring-Spezialisten wie etwa Guido Thierfelder im Citroën Saxo VTS oder die Ford-Fiesta-Fraktion mit Ralph Martin und den Eichele-Brüdern etwas dagegen haben. Eins ist sicher: Ein spannendes Rennen ist vorprogrammiert!