ETCC: BMW triumphiert mit Dirk Müller und Andy Priaulx
„Es war ein tolles Rennen“, strahlte Dirk Müller
BMW dominierte das vierte Rennwochenende der FIA Tourenwagen-Europameisterschaft in Brünn. Sowohl die Pole Position als auch beide Rennsiege gingen auf das Konto des deutschen Herstellers. Im Zeittraining belegten BMW-Piloten die ersten beiden Startreihen, im ersten Lauf feierte BMW einen Fünffach-Erfolg, im zweiten Rennen folgte dann ein Dreifachsieg.
„Es war ein tolles Rennen“, strahlte der Deutsche Dirk Müller. Der BMW-Pilot war aus der zweiten Startposition ins erste Rennen gegangen und konnte frühzeitig an seinem spanischen Markenkollegen Antonio Garcia vorbeiziehen. Müller behauptete seine Position bis ins Ziel und feierte seinen zweiten Saisonsieg – nachdem er bereits in Barcelona beim Saisonauftakt triumphiert hatte. „Wir wussten, dass es an diesem Wochenende heiß wird und wir hatten uns dementsprechend vorbereitet“, bilanzierte er. Im zweiten Rennen fuhr Müller, der als Achter gestartet war, hinter seinen Markenkollegen Andy Priaulx und Fabrizio Giovanardi auf Rang drei.
„Ein paar Runden mehr und ein noch besseres Ergebnis wäre möglich gewesen“, erklärte er. Enttäuschend verlief das Wochenende für seinen Namensvetter und Schnitzer-Teamkollegen Jörg Müller: Im ersten Lauf touchierte der BMW-Fahrer den Alfa Romeo-Piloten Nicola Larini, der sich daraufhin von der Strecke drehte. „Ich war zwischen zwei Alfa eingeklemmt, es war für mich schwer, Larini nicht zu treffen“, berichtete Müller später. Der Deutsche beendete das Rennen auf Rang fünf, wurde aber nachträglich disqualifiziert. Im zweiten Durchgang musste der daraufhin von der letzten Position starten und kämpfte sich bis in die Punkteränge vor, wurde aber erneut in eine Kollision mit Larini verwickelt und musste zur Durchfahrts-Strafe die Box ansteuern.
Bester Nicht-BMW-Pilot war Gabriele Tarquini im Alfa Romeo mit den Plätzen sechs und vier. Obwohl der Italiener als Meisterschafts-Spitzenreiter mit einem Zusatzgewicht von 40 Kilogramm angetreten war, konnte er in beiden Läufen Punkte holen und seine Tabellenführung mit vier Zählern Vorsprung behaupten. Dirk Müller rückte auf Rang drei hinter Andy Priaulx vor.
Der Pforzheimer Frank Diefenbacher belegte im SEAT Toledo in beiden Läufen jeweils den zehnten Platz. „Beim Start des ersten Rennens ist mir ein BMW ins Heck gefahren, dadurch habe ich einige Positionen verloren, die ich erst wieder aufholen musste“, berichtete Diefenbacher. „Beim zweiten Start hatte ich kein gutes Gefühl mit der Kupplung, deshalb kam ich nicht gut weg. Generell bin ich aber zufrieden – meine Ergebnisse werden immer besser.“