Maximilian Götz bestätigte bei der Formel BMW ADAC Meisterschaft am Nürburgring seine Favoritenrolle. "Zwei Pole Positions, zwei Siege - besser hätte es nicht laufen können", resümierte Götz überglücklich. Der 17 Jahre Uffenheimer verwies am Samstag Michael Devaney (IRL/Team Rosberg) und Sebastian Vettel (Heppenheim/Eifelland Racing) auf die Plätze, am Sonntag setzte er sich gegen Sebastian Vettel und Robby Coleman (IRL/HBR Motorsport) durch.
"Lieber Champagner trinken als Champagner in den Augen", stöhnte Götz als er vom Siegerpodest kletterte. Der Meisterschaftsführende wurde von seinen Konkurrenten mit der Edelbrause mächtig geduscht, als er am Sonntag seinen zweiten Pokal empfing. Feucht, aber fröhlich eilte der Mücke-Pilot zu seiner Mannschaft. Feiern stand auf dem Programm, doch am Montag beginnt für den Realschüler bereits wieder der Ernst des Lebens. Götz schreibt wichtige Klausuren für seine mittlere Reife.
Ein heißes Rennen bei kühlen Temperaturen lieferte sich am Sonntag das Verfolgerfeld. Vettel, der vom fünften Startplatz ins Rennen ging, verschlief den Start und wachte erst während der ersten Runden richtig auf. "Ich begann, die vor mir Fahrenden zu überholen. Das hat total Spaß gemacht, denn manchmal war es ganz schön eng", berichtete Vettel mit einem verschmitzten Lachen. Er kämpfte mit dem Brasilianer Atila Abreu (Team Rosberg) und dem Iren Robby Coleman mehrfach um die beste Linie. Fünf Runden vor Schluss hatte sich der erst 15 Jahre alte Hesse bis auf den zweiten Platz vorgearbeitet. Doch nach vorn ging nichts mehr, Götz war dem Feld enteilt.
"Die Saison ist noch lang. Maxi muss sich warm anziehen", schickte Vettel eine kleine Kampfansage an den Meisterschaftskonkurrenten. Aber auch die anderen Nachwuchsfahrer wollen es dem Vorjahreszweiten Götz nicht allzu einfach machen. Die Leistungsdichte im Feld ist enorm. Eine Zehntelsekunde entschied im zweiten Qualifying über Startplatz eins oder sieben.
Das internationale Starterfeld bestehend aus insgesamt zehn Nationen bei 30 Fahrern präsentierte sich erfolgreich in den Punkterängen. Hinter dem drittplatzierten Iren Coleman fuhren der Brasilianer Atila Abreu und der Finne Aki Rask (ADAC Berlin-Brandenburg) auf die Plätze. Bei den Rookies verteidigte der gebürtige Mindener René Rast (Steyerberg/ KUG/DEWALT Racing) seinen dritten Platz in der Nachwuchswertung.