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2003-05-25 18:00:18 - ks
DTM: Zweiter Sieg für Albers in Folge

(c) ts photo
Albers setzte sich mit einem Vorsprung von drei Punkten an die Tabellenspitze
Gerade 24 Jahre ist Christijan Albers jung, am Lenkrad seines AMG-Mercedes CLK bot er auf dem Sprint-Kurs des Nürburgrings eine außergewöhnlich routinierte Vorstellung. Der Niederländer gewann nach 41 Runden souverän mit einem Vorsprung von 7,954 Sekunden den turbulenten dritten Saisonlauf der DTM vor seinem Markenkollegen Marcel Fässler. Albers setzte sich mit einem Vorsprung von drei Punkten an die Tabellenspitze der DTM. Nach toller Aufholjagd von Startplatz elf aus eroberte Champion Laurent Aiello (Abt-Audi) als Dritter noch einen Podestplatz. Diesen luchste er in spannenden Duellen dem dreifachen DTM-Meister Bernd Schneider (AMG-Mercedes CLK) ab, der Vierter wurde. Die beiden besten Opel-Piloten waren zwischenzeitlich zielstrebig auf Podestkurs. Peter Dumbreck jedoch fiel nach einer Kollision mit Bernd Schneider zurück, Alain Menu verlor Rang drei, als er bei der Ausfahrt nach seinem zweiten Pflicht-Boxenstopp eine Trennlinie überfuhr und zu einer Straffahrt durch die Boxengasse verurteilt wurde. Insgesamt kamen am Rennwochenende 38.000 Zuschauer an den Nürburgring. Sie erlebten Tourenwagensport der Extraklasse. In die Punkteränge fuhren drei Abt-Audi, drei Mercedes-Benz und zwei Opel.

Im Kampf um die Pole Position musste sich Christijan Albers seinem Mercedes-Kollegen Marcel Fässler zwar noch knapp geschlagen geben, 24 Stunden später drehte der Youngster den Spieß aber um und holte nach der Paradevorstellung vor 14 Tagen auf dem Adria Raceway den zweiten DTM-Sieg seiner Karriere. „Ich bedanke mich beim ganzen Team. Sie haben mir ein tolles Auto hingestellt. Es ist faszinierend, in einem Werksteam zu fahren. Hier kann ich zeigen, was ich gelernt habe“, erklärte ein freudetrunkener Albers. Mercedes-Sportchef Norbert Haug lobte: „Eine wunderbare Fahrt von Christijan und Marcel. Die DTM war noch nie so umkämpft wie in diesem Jahr.“

Zwei Tage vor dem Rennen war Laurent Aiello 34 Jahre alt geworden. „Das größte Geschenk“, so hatte der DTM-Champion prophezeit, „mache ich mir am Sonntag mit einem Pokal selbst.“ Da passte Startplatz elf nicht ins Konzept. Doch mit einer fehlerfreien, kämpferischen Leistung eroberte der Franzose den dritten Rang: „Ich bin das Rennen ruhig angegangen. Im Renntrimm war mein Auto sehr gut, außerdem waren die Boxenstopps perfekt und die Strategie auch. Wenn ich um den Titel mitfahren will, muss ich aber im Training noch besser werden.“ Siegchancen hatte Aiellos Markenkollege Mattias Ekström. Der Schwede setzte sich beim Start an die Spitze, doch dann kostete ihn eine falsch aufgesetzte Radmutter beim Boxenstopp soviel Zeit, dass er nur Siebter wurde. Teamchef Hans-Jürgen Abt trauerte: „Schade, Mattias ist sensationell gefahren. Aber Fehler passieren nun mal.“

Gemischte Gefühle bei Opel: Denn jene beiden Piloten, die schließlich die Punkteränge fünf und sechs – Peter Dumbreck und Alain Menu – eroberten, lagen zwischenzeitlich auf Kurs Richtung Podest. Peter Dumbreck warf ein Dreher, ausgelöst durch die Kollision mit Bernd Schneider zurück. „Ich bin insgesamt sehr froh, dass wir im Renntempo mit den Audi und den Mercedes mithalten konnten“, sagte der Schotte. Dumbreck konnte nicht nur mithalten: Er drehte im Verlauf des Rennens immer wieder die schnellsten Runden im Feld. „Das war eine tolle Demonstration der Möglichkeiten unseres Astra V8 Coupés“, sagte Opel-Sportchef Volker Strycek. „Die Fortschritte mit dem Auto sind fantastisch. In Hockenheim haben uns mit den brandneuen Astra sechs Zehntel gefehlt, und jetzt sind wir bereits direkt am Auspuff der Konkurrenz.“ Opels Bester Peter Dumbreck bestätigte: „Unser Astra war am Nürburgring bärenstark. Wenn wir diese Form mit zum nächsten Rennen an den Lausitzring nehmen können, sind wir dort für Podiumsplatzierungen allemal gut gerüstet.“

Ergebnis Rennen
1. Christijan Albers (Mercedes-Benz) 41 Runden in 1:01.38,184
2. Marcel Fässler (Mercedes-Benz) 7,954 Sekunden zurück
3. Laurent Aiello (Abt-Audi) 12,668 Sekunden zurück
4. Bernd Schneider (Mercedes-Benz) 15,400 Sekunden zurück
5. Peter Dumbreck (Opel) 19,280 Sekunden zurück
6. Alain Menu (Opel) 34,671 Sekunden zurück
7. Mattias Ekström (Abt-Audi) 36,495 Sekunden zurück
8. Christian Abt (Abt-Audi) 37,356 Sekunden zurück
9. Manuel Reuter (Opel) 42,558 Sekunden zurück
10. Joachim Winkelhock (Opel) 45,752 Sekunden zurück


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