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2003-05-23 12:20:14 - jpb
Alfa 147 Cup: Erster Saisonhöhepunkt in der "grünen Hölle"

(c) Jan Philipp Brucke
Klaus-Peter Thaler geht als Gaststarter im Alfa 147-Cup an den Start
Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ist die größte Motorsportveranstaltung Deutschlands. Bis zu 150.000 Fans verfolgen entlang der Berg- und Talbahn in der Eifel die Hatz zweimal rund um die Uhr. Die mit über 25 Kilometer Länge einmalige Rennstrecke entsteht durch die Kombination aus moderner Grand-Prix-Strecke und der legendären Nordschleife, die Ex-Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart respektvoll die "grüne Hölle" nannte. Inklusive aller Rahmenrennen gehen am letzten Mai-Wochenende mehr als 400 Autos an den Start.

Rund 35 davon stammen aus dem Alfa 147 Cup, der im Rahmen des 24-Stunden-Rennens seinen dritten Saisonlauf austrägt. Als prominenter Gastfahrer geht Klaus-Peter Thaler an den Start. Der viermalige Weltmeister im Querfeldein-Radsport hat als profunder Nordschleifen-Kenner durchaus Siegchancen – und könnte damit die bisherige Bestmarke von Jochen Mass überbieten. Der ehemalige Formel-1-Pilot lieferte mit Rang vier beim fünften Lauf der Saison 2002 bisher das beste Ergebnis eines Gaststarters im Alfa 147 Cup ab.

Thaler ist nicht der einzige prominente im Teilnehmerfeld des Alfa 147 Cup. Helmut Zerlett, der Bandleader der "Harald-Schmidt-Show", fährt nach zwei Gaststarts im vergangenen Jahr nun die komplette Meisterschaft als regulär eingeschriebener Teilnehmer. Ähnliches gilt auch für Biathlon-As Ricco Groß. Der mehrfache Weltmeister und Olympiasieger tauscht in der sommerlichen Wettkampfpause Langlaufski und Präzisionsgewehr gegen Gaspedal und Schalensitz, muss allerdings auf den Start am Nürburgring verzichten. Wie schon in der vergangenen Saison greift Schauspielerin Eve Scheer (demnächst zu sehen in "Das Traumschiff") ins Lenkrad eines rund 119 kW (160 PS) starken Alfa 147 1.9 JTD und kämpft um Punkte in der Damen-Wertung.

19 Alfa Romeo Händler sind im Alfa 147 Cup vertreten. Die meisten davon als Pate eines oder mehrerer Piloten. Ein Händler greift allerdings auch selbst ins Lenkrad: Felix Wedam vom gleichnamigen Autohaus in Tuttlingen bewies als Zweiter bei Saisonrennen Nummer zwei in Oschersleben bereits nachdrücklich, dass er auch auf der Rennstrecke mit den Fahrzeugen der Mailänder Avantgardemarke umzugehen versteht. Wedam kommt als Tabellendritter an den Nürburgring. Bester Junior (unter 21 Jahre) ist auf Tabellenrang vier Marc Hennerici aus Mayen, der auf der Nordschleife quasi ein Heimspiel hat.

Normalerweise bestreiten die Piloten des Alfa 147 Cup zwei Wertungsläufe pro Renn-Wochenende. Weil auf der Nürburgring-Nordschleife der Alfa 147 Cup jedoch gemeinsam mit der Deutschen Tourenwagen-Challenge (DTC) an den Start geht, kommen die Alfisti ausnahmsweise nur einmal zum Zuge. Mehr als ein Trost: Das Rennen führt über vier Runden (ca. 100 km) und ist damit etwa doppelt so lang wie ein "normaler" Cup-Lauf.


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