SCC: Marcel Steiner und Alexander Seibold siegreich
Marcel Steiner im Martini MK77 BMW
Bei ihrem ersten Auftritt im Rahmen der GTP-Serie auf der Ardennenachterbahn von Spa Francorchamps gewann Marcel Steiner (CH) auf seinem Martini MK77-BMW das Auftaktrennen der SCC2003 mit 6s Vorsprung vor dem schweizer Debütant Pierre André Meroz auf PRC-BMW und Rainer Fink auf Osella-BMW. In der kleinen Division SCC-Lights kam Wolfgang Dietmann (A) auf Argo-Alfa erstmals zu einem Erfolg, nachdem er den Debütanten Gerhard Münch (D) auf PRC-Opel niederrang. Platz 3 belegte hier PRC-Pilot Beat Kohler.
In Lauf 1 haderte Alexander Seibold (D) noch mit dem Handling seines PRC-BMW. Vor dem 2.Rennen veränderte die schwäbische Truppe des Champions 2001 die Abstimmung des Sportprototypen entscheidend, woraufhin er an Steiner auf der Geraden zu Les Combes unwiderstehlich vorbeiziehen und seinen insgesamt 3. Sieg in der Serie erzielen konnte. Beim Kampf um Platz 3 fiel Rainer Fink einem kurzen Blackout von Meroz zum Opfer. Die kleine Division gewann hier Wolfgang Payr (A) auf PRC-Opel vor Münch und Dietmann. der nächste Lauf zur SCC2003 findet am 30.5./1.6. auf dem Salzburgring statt.
Mit seinem Triumph im ersten Rennen hat Rekordpilot Marcel Steiner insgesamt schon den 17. Sieg in der Sportscar Challenge einfahren können. Das Debüt auf dem für ihn neuen Kurs in Belgien wurde in der Anfangsphase von einem harten Zweikampf mit dem erstaunlich guten Pierre André Meroz geprägt, daß Steiner erst nach einem Verschalter seines Landsmanns in der Beschleunigungszone hinter La Source zu seinen Gunsten ausnutzen konnte. Meroz stieg erst zu dieser Saison in die Serie ein und war in den vergangenen Jahren im Bergsport und in der französischen GT-Meisterschaft aktiv. Polesetter und Wiedereinsteiger Rainer Fink kostete solch ein Verschalter in Radillion den Sieg, da er gleich nach dem Start 4 Plätze dadurch verlor und sich anschließend an Gerd Beisel (PRC-BMW) und Alexander Seibold vorbeikämpfen musste. Für Lauf 2 hatte die Truppe von Alexander Seibold den Wagen deutlich weicher und gleichzeitig auf mehr Abtrieb eingestellt, woraufhin der Meister des Jahres 2001 seinen Vorteil der Streckenkenntnis in einen deutlich höheren Speed umsetzen konnte. Sukkzessive überholte er seine Konkurrenten und fuhr am Ende den 3. SCC-Sieg seiner Sportwagenkarriere ein
Nach einem Unfall im Zeittraining sah es zunächst so aus als wenn Wolfgang Dietmann seinen Argo für das Rennen zurückziehen müsste. Jedoch klebte seine engagierte Truppe den schwarzen Wagen zum Rennen rechtzeitig wieder zusammen, was ihr Dietmann mit dem ersten Divisionssieg in seiner SCC-Karriere dankte. Der war zudem hart umkämpft, da Gerhard Münch sich über 2 Runden ein hartes Duell mit dem Piloten des "kleinen Feigling"-CN´s lieferte. Münch legte auch in Lauf 2 am Samstag nachmittag ein starkes Rennen hin, konnte in der Anfangsphase jedoch wie alle anderen Wolfgang Payr nicht Paroli bieten der mit dem überlegenen PRC-Opel allen davonzog. In der Endphase sorgten nachlassende Reifen jedoch für ein spannendes Finish, das Payr nur Sekunden vor Münch für sich entscheiden konnte.