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F1: Heißer Sieg für Michael Schumacher

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Räikkönen, Schumacher und Barrichello auf dem Podium |
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| Zweites Rennen für den „Roten Hai“, zweiter Sieg: Der neue Ferrari F2003-GA war auch beim sechsten Saisonrennen der Formel 1 in Österreich nicht zu schlagen. Zweiter wurde McLaren Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen vor Schumachers Teamkollege Rubens Barrichello.
Dramatische Sekunden für Michael Schumacher: Beim ersten Boxenstopp des fünffachen Weltmeisters fing der Tankrüssel, den zwei Mechaniker auf den Einfüllstutzen drückten, überraschend Feuer. Hätten die Flammen auf das Tankreservoir des Ferrari übergegriffen, wäre der Ausgang unkalkulierbar gewesen. Schumacher, cool wie immer, blieb im Auto sitzen und setzte sein Rennen ohne größere Verzögerung fort. „Die Mechaniker glaubten wohl, mir sei zu kalt und wollten mich etwas wärmen”, scherzte er später. „Doch im Ernst machte ich mir etwas Sorgen, ob dieser Zwischenfall die Zuverlässigkeit meines Rennwagens beeinflussen könnte. Doch nichts geschah.”
Platz zwei ging an Kimi Räikkönen, obwohl der McLaren-Pilot gegen Halbzeit des Großen Preis von Österreich mit Motorproblemen kämpfte. Kurz vor Rennende musste sich der 23-jährige Finne noch den hartnäckigen Attacken von Rubens Barrichello erwehren, konnte aber einen 0,3-Sekunden-Vorsprung ins Ziel retten.
„Ich bin am Start schlecht weg gekommen und habe einen Platz an Montoya verloren“, so Räikkönen. „Ich habe den Motor nicht immer voll ausgedreht, nachdem die Mechaniker heute morgen ein Ventilproblem behoben hatten. Das war eine tolle Leistung, die mir mit zum zweiten Platz verholfen hat. In der Schlussphase hatte ich einen spannenden Zweikampf mit Rubens, aber ich konnte alle seine Angriffe abwehren. Ich freue mich, in der Fahrer-WM weiter in Führung zu liegen.“
Auf den weiteren Plätzen folgten BAR-Pilot Jenson Button, David Coulthard im zweiten McLaren sowie Ralf Schumacher auf Rang sechs, der damit als einziger Fahrer der laufenden Saison bei jedem der sechs bisher gefahrenen Grand Prix die Punkte erreichte. Renault F1-Pilot Jarno Trulli beendete das Rennen hinter dem Jaguar von Mark Webber auf dem achten Platz. „Mich enttäuscht dieses Ergebnis ein wenig”, gestand der Italiener im Ziel. „Da ich als Sechster gestartet bin, hatte ich mir ein besseres Resultat ausgerechnet. Aber ein Punkt ist ein Punkt, und am Ende der Saison könnte dieser eine Zähler vielleicht noch eine große Rolle spielen.”
Besondere Beachtung verdient auch das Rennen, das Mark Webber in Österreich fuhr: Der Australier startete nicht nur aus der Boxengasse als Letzter in den Grand Prix, sondern musste als Folge eines Regelverstoßes – der Jaguar des 26-Jährigen wurde aufgetankt, bevor die Aufwärmrunde begonnen hatte – auch noch eine Boxen-Durchfahrtsstrafe antreten. Dennoch war Webber für eine geraume Weile der schnellste Fahrer auf der Strecke und kämpfte sich bis in die Punkte-Ränge vor.
Zwei Wochen vor dem glamourösen Saison-Höhepunkt in Monaco konnte McLaren-Pilot Kimi Räikkönen seine Führung in der Fahrer-WM-Wertung verteidigen. Auf dem Stadtkurs des Fürstentums kommt dem für die Startaufstellung ausschlaggebenden zweiten Qualifying eine besondere Bedeutung zu, da Überholmanöver in der Mittelmeer-Enklave bekanntlich sehr schwierig sind.
Ergebnis Rennen
1. M. Schumacher, Ferrari, 69 Runden
2. K. Räikkönen, McLaren, 0:03.362
3. R. Barrichello, Ferrari, 0:03.951
4. J. Button, BAR, 0:42.243
5. D. Coulthard, McLaren, 0:59.740
6. R. Schumacher, Williams, +1 Rnd.
7. M. Webber, Jaguar, +1 Rnd.
8. J. Trulli, Renault, +1 Rnd.
9. A. Pizzonia, Jaguar, +1 Rnd.
10. C. da Matta, Toyota, +1 Rnd.
11. R. Firman, Jordan, +1 Rnd.
12. J. Villeneuve, BAR, +1 Rnd.
13. J. Wilson, Minardi, +2 Rnd.
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