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2003-05-12 23:00:57 - ks
F1: Ralf Schumacher: „Ich bin schon ein wenig traurig“

Ralf Schumacher lebt mit seiner Familie in Österreich
Am kommenden Wochenende startet der Formel-1-Zirkus zum vorerst letzten Mal auf dem A1-Ring in der Nähe von Spielberg. Ralf Schumacher hat zu diesem Rennen eine besondere Beziehung. Im Spätsommer 2001 gaben sich Ralf und Cora im engsten Kreis in Salzburg das Ja-Wort, erst kürzlich schaffte sich der Wahlösterreicher in seiner neuen Heimat mit einer Viehzucht ein weiteres Standbein. BMW-Williams-Pilot Ralf Schumacher spricht im Interview über seine Gedanken zum bevorstehenden Rennen.

Ralf Schumacher, inwiefern ist der Grand Prix auf dem A1-Ring für Sie als Wahl-Österreicher etwas Besonderes?
Na ja, nachdem mich Heinz Prüller im österreichischen TV schon als „unseren Ralf“ bezeichnet, muss das ja wohl etwas Besonderes sein, oder? Aber, Spaß beiseite, natürlich ist dieses Rennen, da ich hier lebe und sehr, sehr viele Freunde habe, so etwas wie ein Heimrennen für mich. Auf jeden Fall ist es der Grand Prix mit der kürzesten Anreise: In zwei Stunden bin ich mit dem Auto da.

Was ist denn das Spezielle am A1-Ring?
Also, um ehrlich zu sein, gibt es streckentechnisch gesehen größere Herausforderungen als den A1-Ring. Aber als Gesamtes stellt er doch seine Aufgaben - sowohl an das Auto als auch an das Team. Zu unterschätzen ist dieser Kurs nicht! Was mir aber in Spielberg so gut gefällt, ist die Atmosphäre: Die Berge, die Wiesen, die Kühe neben der Strecke - wo gibt es das sonst noch?

Bedauern Sie den Wegfall des Österreich-GP aus dem WM-Kalender?
Ich bin schon ein wenig traurig, dass das Rennen gestrichen wird. Wenn ich es mir aussuchen könnte, dann würde ich weiterhin gerne in Österreich fahren, aber das liegt leider nicht in den Händen der Fahrer - da spielen offensichtlich wirtschaftliche Gründe eine Rolle, und daran können wir nix ändern.

Wie sind Sie mit Ihrem bisherigen Abschneiden 2003 zufrieden?
In der Kurzfassung würde ich sagen: Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Sicherlich haben wir uns alle mehr erhofft, aber ich bin begeistert, wie das Team den schlechten Saisonstart weggesteckt hat und mit voller Kraft daran arbeitet, das Auto dorthin zu bringen, wo es hingehört - nämlich ganz nach vorn, dorthin, wo um Siege gekämpft wird.

Wie sieht das Saisonziel nach fünf Grands Prix aus?
Das hat sich eigentlich nicht verändert, nur bleiben uns fünf Rennen weniger Zeit, um es zu erreichen. Wir wollen weiterhin ganz nach oben, wir wollen Rennen gewinnen.

Es gibt Spekulationen über einen möglichen Teamwechsel Ihrerseits - wie sehen Sie Ihre persönliche Zukunft?
Wenn man in der Formel 1 jedem Gerücht nachgehen würde, hätte man kaum mehr Zeit für andere Dinge. Tatsache ist, dass ich bis Ende 2004 einen Vertrag mit dem BMW WilliamsF1 Team habe, und dass das Team natürlich auch mein erster Ansprechpartner für die Zeit danach sein wird. Viel mehr beschäftige ich mich aber mit diesem Thema auch nicht. Natürlich macht man sich ab und an schon mal Gedanken über die Zukunft, aber Priorität hat für mich im Moment die Weiterentwicklung des FW25, damit wir wieder siegfähig werden.


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