FIA GT: Hattrick für Ferrari, Porsche erster Saisonsieg
Biagi/Bobbi siegten am „grünen Tisch“
Der Ferrari 550 Maranello bleibt in der FIA GT-Meisterschaft 2003 weiter ungeschlagen. 40.000 Zuschauer bejubelten in Pergusa zunächst einen weiteren Doppelsieg des Teams BMS Scuderia Italia. Fabrizio Gollin und Luca Cappellari überquerten in Pergusa die Ziellinie vor ihren Teamkollegen Thomas Biagi und Matteo Bobbi. Doch für Gollin und Cappellari gab es ein Nachspiel: Wegen einer nicht Reglement-konformen Airbox wurde ihr Ferrari 550 Maranello aus der Wertung genommen, Biagi/Bobbi profitierten und durften sich am „grünen Tisch“ über den dritten Sieg im dritten Rennen freuen. Die BMS Scuderia Italia hat allerdings Berufung gegen die Entscheidung der Sportkommissare eingelegt, damit ist das Ergebnis vorläufig.
Ein Erfolgserlebnis gab es für das Lister-Team, das im vergangenen Jahr in Pergusa siegte, zu Beginn der Saison 2003 aber vom Pech verfolgt war. Jamie Campbell-Walter und Nathan Kirch rückten durch die Disqualifikation des Ferrari vom dritten auf den zweiten Platz nach vorne. Rang drei ging an Lilian Bryner, Enzo Calderari und Stefano Livio mit einem weiteren Ferrari 550 Maranello.
Pech hatte die Truppe um Franz Konrad, die mit ihrem Saleen S7-R die Pole Position erobert hatte. Nach 65 von 102 zu absolvierenden Runden kam das „Aus“ durch einen Getriebeschaden – bereits der dritte in Folge. „In Barcelona und Magny-Cours ereilte uns das gleiche Schicksal“, äußerte Teamchef Franz Konrad enttäuscht.
Dramatisch war die Entscheidung in der N-GT-Kategorie für seriennahe Sportwagen: Tim Sugden im Porsche 911 GT3R-S des EMKA-Teams und Fabrizio de Simone im JMB-Ferrari 360 Modena kämpften erbittert um den Sieg. Als sich de Simone in der letzten Runde drehte, waren die Weichen für den ersten Porsche-Saisonsieg in der FIA GT-Meisterschaft gestellt. Glücklos agierte dagegen das deutsche Freisinger-Porsche-Team, das keinen seiner beiden Porsche 911 GT3-RS ins Ziel brachte. Für Titelverteidiger Stéphane Ortelli und seinen deutschen Partner Marc Lieb endete das Rennen bereits nach einer halben Stunde durch eine Kollision mit einem JMB-Ferrari.