Ein erster und ein zweiter Rang für Colciago in Sizilien
Alfa Romeo feuerte in Pergusa ein wahres Feuerwerk ab. Die Alfa-Piloten machten das dritte Rennwochenende der FIA Tourenwagen-Europameisterschaft zu einem Festival in Rot und gewannen beide Läufe. BMW musste sich auf Sizilien dem Alfa Romeo-Werksteam einmal mehr geschlagen geben – seit 1997 ist Pergusa nun schon fest in Hand der „Alfisti“.
Mann des Wochenendes war der Italiener Roberto Colciago, der bereits im Training am Samstag das Tempo diktiert hatte und das erste der beiden 11-Runden-Rennen nach einem spannenden Kampf mit Dirk Müller im BMW 320i des Schnitzer-Teams und Gabriele Tarquini für sich entschied. Im zweiten Durchgang feierte Alfa Romeo sogar einen Dreifachsieg: Gabriele Tarquini triumphierte vor Colciago und dem überraschend starken Privatfahrer Alessandro Balzan, der erstmals in der Tourenwagen-EM den Sprung auf das Siegerpodest schaffte.
Ex-DTM-Pilot Gabriele Tarquini zog durch seinen zweiten Saisonsieg mit BMW-Werksfahrer Jörg Müller an der Spitze der Gesamtwertung gleich. Nach Platz sechs im ersten Rennen wurde Müller im zweiten Lauf ebenso Opfer einer Startkollision wie sein Schnitzer-Teamkollege und Namensvetter Dirk Müller.
Aufregung auch bei Seat: Frank Diefenbacher und Jordi Gené nahmen sich in der Startrunde des ersten Rennens gegenseitig auf die Hörner. „Das war mein Fehler, mir tut es für Jordi und das Team leid“, sagte der junge Pforzheimer. „Im Getümmel der ersten Kurve habe ich einen Fehler gemacht.“ Im zweiten Rennen konnte sich Diefenbacher noch vom 17. auf den elften Platz nach vorne arbeiten.