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CART: Bourdais gewinnt im Foto-Finish

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Bourdais entschied das Rennen mit 0,084 Sekunden Vorsprung für sich |
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| "My friends, start your engines." Wohl keiner der 68.000 Zuschauer im weiten Rund des EuroSpeedway Lausitz blieb ohne Gänsehaut, als ein bestens gelaunter Alessandro Zanardi die obligatorische Startformel in leicht abgewandelter Form zum Besten gab. "Friends" statt der üblichen "Gentlemen" - der 36-jährige Italiener darf sich einen lockeren Umgang mit den Konventionen wohl leisten. Seine Ex-Kollegen boten dann auch eine Vollgas-Show der Extraklasse, die mit einem wahren Herzschlag-Finale endete. Sébastien Bourdais schaffte seinen zweiten Champ Car-Sieg in Folge, nachdem er vor sechs Tagen schon im englischen Brands Hatch seinen Premieren-Sieg feiern konnte. Der Newman-Haas-Pilot entschied auf dem EuroSpeedway ein rundenlanges Duell mit Mario Dominguez mit einem winzigen Vorsprung von 0,084 Sekunden für sich. Erster Oval-Auftritt, erster Sieg: Sébastien Bourdais hat seine Premiere in einem "Nudeltopf" denkbar knapp für sich entschieden. "Das Duell mit Mario Dominguez hat wirklich Spaß gemacht", so ein begeisterter Bourdais, der diesen Triumph mit "Donuts" gebührend zu feiern wusste. "Es war aber auch ganz schön stressig. Die Nummer, als ich einmal mit allen vier Rädern durch das Gras musste, war ganz schön haarig."
Kurz vor Ende des 154 Runden langen Rennens hatte sich ein Dreierpack an der Spitze breit gemacht. Im letzten Boxenstopp hatte sich zunächst Michel Jourdain Jr. die beste Ausgangsposition verschafft, musste sich dann aber den heranstürmenden "jungen Wilden", Bourdais und Dominguez, geschlagen geben. Die hatten sich schon das ganze Rennen lang ein atemberaubendes Duell um die Spitze geliefert und in Runde 140 den letzten Positionswechsel vollzogen: Der Franzose nutzte einen kleinen Fehler von Dominguez und ging an dem Piloten von Herdez Competion vorbei, weil dieser wegen einer Überrundung lupfen musste.
Was folgte war ein Krimi mit Millimeterarbeit. Die beiden Hauptdarsteller lieferten sich ein Rad-an-Rad-Duell bis ins Ziel, das Bourdais für sich entschied. Aber Auch Michel Jourdain Jr. hatte sich den beiden Streithähnen wieder angenähert und schmückte anschließend mit einem Abstand von nur zwei Zehntelsekunden zusammen mit dem Duo an der Spitze das Zielfoto. "Es war hart aber fair", schätzte Mario Dominguez die Ritt ins Ziel ein. "Allerdings kann ich die Strafe, die ich für Blockieren bekommen habe nicht nachvollziehen. Sébastien hat das Gleiche getan, was für mich persönlich auch okay war." Michel Jourdain Jr. war nach seinem dritten Podestplatz der Saison ebenfalls zufrieden: "Am Anfang des Rennens war ich mit meinem Auto nicht zufrieden. Im ersten Boxenstopp hatten wir dazu noch Probleme und sind ganz schön weit zurückgefallen."
Ein Foto-Finish gab es auch auf den Plätzen vier und fünf: Bruno Junqueira, der mit Rang vier Paul Tracy die Führung in der Meisterschaft abjagte, landete knapp vor Oriol Servia, der sich schon das ganze Rennen mit in der Spitzengruppe der ersten fünf mit Junqueira balgte.
Ergebnis "German 500"
1. Sébastien Bourdais (F), 24, Newman/Haas Racing, 1:49.22,498 Std.
2. Mario Dominguez (MEX), 27, Herdez Competition, + 0,084 Sek.
3. Michel Jourdain Jr. (MEX), 26, Team Rahal, + 0,245 Sek.
4. Bruno Junqueira (BR), 26, Newman/Haas Racing, + 12,042 Sek.
5. Oriol Servia (E), 28, Visteon/Patrick Racing, + 12,055 Sek.
6. Darren Manning (GB), 28, Walker Racing, + 24,602 Sek.
7. Patrick Carpentier (CDN), 31, Players/Forsythe Racing, - 1 Rd.
8. Jimmy Vasser (USA), 37, American Spirit, - 1 Rd.
9. Rodolfo Lavin (MEX), 25, Walker Racing, - 1 Rd.
10. Roberto Moreno (BR), 44, Herdez Competition, - 1 Rd.
11. Ryan Hunter-Reay (USA), 22, American Spirit, - 2 Rd.
12. Paul Tracy (CDN), 34, Players/Forsythe Racing, - 2 Rd. |  |