Der Heppenheimer Sebastian Vettel sorgte bei der Formel BMW ADAC Meisterschaft für einen Paukenschlag. Auf dem neu gebauten Adria International Raceway siegte der erst 15 Jahre alte Rookie in beiden Rennläufen. "Das war ein perfektes Wochenende für mich", sagte Vettel überglücklich. Der Nachwuchspilot gewann im Regenrennen am Sonntag vor Maximilian Götz und Robert Kath. Am Samstag fuhr Vettel vor Teamkollege Andreas Wirth und dem Österreicher Christian Paar auf das Siegertreppchen. Trotz der Erfolge der Konkurrenz behauptete sich Maximilian Götz als Meisterschaftsführender.
Nach der Zieldurchfahrt am Sonntag ließ Vettel seinen Gefühlen freien Lauf. Immer wieder riss er die Arme hoch und jubelte. Wie der Schüler seinen Erfolg feiern wird, weiß er noch nicht. Aber Teamchef Albert Hamper von Eifelland Racing stellte schon vor dem zweiten Rennen eine Flasche Champagner kalt, denn bereits am Vortag freute er sich über den Zweifacherfolg von Vettel und Wirth. Vettel, der zu den von ADAC und BMW ausgewählten Förderkandidaten zählt, blickt hoffnungsvoll in die Zukunft. "Von mir aus kann es so weiter gehen", sagte er keck.
Maximilian Götz konnte mit seinen Erfolgen vom Wochenende nicht zufrieden sein. Im ersten Rennen fuhr er nur auf Rang sechs, im zweiten musste er Meisterschaftskonkurrent Vettel den Vortritt lassen. Mit einem mageren Zähler führt der 17 Jahre alte Uffenheimer die Meisterschaftstabelle an: "Am Samstag war mein Auto komplett auf Regen abgestimmt und die zunächst nasse Strecke trocknete ab, am Sonntag wählte ich ein Trocken-Setup und es begann, während des Rennens zu regnen. Das war ärgerlich."
Im internationalen Feld konnte der Ire Michael Devaney am Samstag punkten. Er fuhr auf Rang sieben. Erste Erfolge stellten sich für den Israeli Erez Lieven ein. Der Pilot erkämpfte sich einen neunten Platz. Am Sonntag sammelte der Tscheche Michael Vorba mit seinem vierten Rang ebenso wertvolle Meisterschaftszähler wie der Ire Robby Coleman auf Platz acht.
Zufrieden und glücklich präsentierte sich der Sachse Robert Kath. Der 17-jährige Schüler aus Plauen freut sich, mit den großen Teams mithalten zu können. In der Meisterschaft liegt Kath auf einem aussichtsreichen dritten Rang. "Ich schaue voller Erwartung auf das nächste Rennen. Der Nürburgring ist meine absolute Lieblingsstrecke. Mit ein wenig Glück kann ich dort ganz nach vorne fahren", so Kath. In vierzehn Tagen (23.-25. Mai) trifft sich "Deutschlands schnellstes Klassenzimmer" in der Eifel. Dort kommt es wieder zum Showdown der 30 besten Nachwuchsfahrer.