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WRC: Sainz verliert nach Stempelfehler die Führung

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Peugeot ist dieses Mal der Jäger |
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| Der zweite Tag der Rallye Argentinien hatte es wirklich ins sich, sowohl auf als auch neben der Piste. Der Veranstalter muß jedenfalls fürchten, dass heuer zum letzten Mal in Argentinien ein WM-Lauf über die Bühne ging, denn die falschen Zeiten der ersten Etappe waren nur der Anfang einer katastrophalen Organisation.
Wertungsprüfung (WP) 14, die erste der zweiten Etappe, wurde nach nur drei Fahrzeugen wegen zu vielen Zuschauern in gefährdeten Zonen abgebrochen. Ähnlich erging es WP 15, welche nach nur acht Teams neutralisiert wurde. „Ich verstehe das nicht, es waren nicht so viele Zuschauer entlang der Piste und diese standen auch noch sicher“, verstand Hyundai-Pilot Armin Schwarz beide Entscheidungen nicht. Und auch die Skoda-Fahrer Didier Auriol und Toni Gardemeister bliesen ins gleiche Horn. „Die Zuschauer waren absolut o.k. Nur unsere Reifen haben jetzt schon zwei Prüfungen und 33 Wettbewerbskilometer auf dem Buckel, während die vor uns platzierten teilweise noch gar nicht im Renntempo gefahren sind“, ärgerte sich Auriol.
Das allgemeine Chaos führte dazu, dass WP 16 mit fast zwei (!) Stunden Verspätung gestartet wurde. Dadurch war abzusehen, dass die letzten beiden Prüfungen des Tages im Dunkeln gefahren werden müssten. Da die Teams hierfür nicht vorbereitet waren und der Veranstalter in der Dunkelheit erneut große Zuschauerprobleme befürchtete, wurden kurzerhand die letzten beiden WP´s abgesagt und auf Tag drei verlegt. Der letzte Tag beginnt somit zwei Stunden früher als geplant.
Der verlängerte dritte Tag kann Marcus Grönholm nur Recht sein. Der finnische Peugeot-Pilot hatte auf der zweiten Etappe drei von fünf möglichen Bestzeiten markiert und liegt in der Gesamtwertung nur noch 15,2 Sekunden hinter Spitzenreiter Markko Märtin im Ford Focus. Beide profititierten von einem Stempelfehler der lange Zeit führenden Carlos Sainz/Marc Marti im Citroen Xsara. Die Spanier fuhren einige Sekunden zu früh in den Servicepark und kassierten deshalb eine Strafminute. „Ein Missverständnis zwischen uns“, ärgerte sich Sainz sehr über die entgangene Führung. Aber mit nur 23,3 Sekunden ist für den Madrider noch alles möglich. Mit nur weiteren vier Sekunden Rückstand könnte sogar Ex-Weltmeister Richard Burns noch in den Kampf um den Gesamtsieg eingreifen. Nicht mehr dabei ist Citroen-Pilot Sebastien Loeb, der in WP 20 von der Strecke abkam.
In der Gruppe N fährt Neuseeland-Sieger Toshihiro Arai seinem zweiten Saisonsieg entgegen. Der Subaru-Pilot führt mit über zwei Minuten Vorsprung auf Niall McShea. Zwischen dem Zweitplatzierten und dem fünften Giovanni Manfrinato liegen nur 46 Sekunden, so dass sich hier noch einige Veränderungen ergeben könnten.
WRC-Ergebnis nach 20 von 25 Wertungsprüfungen:
1. Märtin/Park (Ford Focus) + 3:01.02,6 Stunden
2. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 206) +15,2 Sekunden
3. Sainz/Marti (Citroen Xsara) + 23,3 Sek.
4. Burns/Reid (Peugeot 206) + 26,6 Sek.
5. Rovanperä/Pietilainen (Peugeot 206) + 1.21,4 Minuten
6. Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 2.49,3 Min.
7. Duval/Prevot (Ford Focus) + 4.22,8 Min.
8. Schwarz/Hiemer (Hyundai Accent) + 5.09,8 Min.
9. Auriol/Giraudet (Skoda Octavia) + 5.25,3 Min.
10. Gardemeister/Lukander (Skoda Octavia) + 6.02,9 Min.
13. Mäkinen/Lindström (Subaru Impreza) + 14.45,8 Min.
Wichtige Ausfälle:
WP 20: Loeb/Elena (Citroen Xsara) Unfall
WP 9: C. McRae/Ringer (Citroen Xsara) Feuer
WP 6: Loix/Smeets (Hyundai Accent) Motor überhitzt
PCWRC-Ergebnis nach 20 von 25 Wertungsprüfungen:
1. Arai/Sircombe (Subaru Impreza) 3:14.48,6 Stunden
2. McShea/Patterson (Mitsubishi Lancer) + 2.11,5 Minuten
3. Singh/Oh (Proton( Pert) + 2.30,7 Min.
4. Sola/Romani (Mitsubishi Lancer) + 2.41,2 Min.
5. Manfrinato/Condotta (Mitsubishi Lancer) + 2.57,0 Min.
6. Villagra/Villagra* (Mitsubishi Lancer) + 10.12,2 Min.
* = nicht eingeschrieben in die PCWRC-WM
Wichtige Ausfälle:
WP 6: Ligato/Garcia (Mitsubishi Lancer) technischer Defekt
WP 1: Al Wahaibi/Beech (Mitsubishi Lancer) technischer Defekt
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