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VLN: Uwe Alzen´s Welt: Neuer Rundenrekord

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8.25,495 Min für Uwe Alzen in der zweiten Runde |
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| Seit Jahrzehnten sind die beiden auf vielen Rennstrecken der Welt zu Hause. Aber ihre Bilanz in der BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft war bislang mehr als dürftig. Klaus Niedzwiedz holte einen Gesamtsieg am 21. Juni 1987, gleichzeitig das Int. ADAC 24h-Rennen. Und bei Peter Mamerow wurden bislang zwei Klassensiege auf der Habenseite notiert. Doch beim fünften Rennen der Saison 2003 schlug die große Stunde der beiden am Steuer eines Porsche 996 GT3. Sie fuhren fast genau mit dem Ende der Zeitdistanz von 3,5 Stunden und nach 23 Runden ins Ziel. „Ein Riesenlob für das kleine Mamerow-Team, die uns ein phantastisches Auto gebaut haben“, freute sich der frühere Werksfahrer Niedzwiedz. Für die Überraschung des Tages sorgten Dirk Adorf/Hermann Tilke/Ulrich Gallade mit dem V8STAR Jaguar, die vor Michael Bäder und Tobias Hagenmeyer im Getrag-BMW M3 E36 als Gesamtzweite abgewunken wurde. Ein großes Lob gebührt vor allem den Hobby-Piloten Gallade und Tilke, die sich immer besser auf den V8Star einschießen und auf Adorfs Zeiten nur noch 10-15 Sekunden pro Runde verlieren!
Die Adenauer-Rundstrecken-Trophy stand zunächst ganz im Zeichen eines Mannes: Uwe Alzen. Der ehemalige DTM-Pilot brachte zusammen mit Bruder Jürgen und Arno Klasen einen brandneuen Porsche 996 BiTurbo an den Start. Uwe Alzen, dessen Trennung von Mercedes noch immer die Gemüter bewegt, war auf dem Nürburgring der umlagerte Star. Gerne kommentierte er auch seine Entscheidung gegen die DTM via Streckenfunk: „Die Fans rund um die Nordschleife sind fantastisch, ich komme gerne hierher!“ Nicht weniger Aufmerksamkeit erregte der von Jürgen Alzen Motorsport neuaufgebaute Porsche, ein kraftstrotzender Traum in Schwarz. Uwe Alzen fuhr in 8.34,754 Minuten bei stellenweise leicht feuchter Fahrbahn auf Anhieb die Trainingsbestzeit. Mindestens genauso hoch anzurechnen die 8.41,609 Min. von Dirk Adorf im V8Star! Doch in der Startaufstellung blieb der Platz auf der Pole-Position leer, da Alzen Motorsport nicht mehr rechtzeitig vor Schließen der Boxengasse fertig geworden war.
Also startete Uwe Alzen aus der Boxengasse als Letzter der ersten, 40 Fahrzeuge starken Startgruppe. Im Karussell war der Betzdorfer schon fünfter, den ersten Umlauf beendete Alzen mit nur acht Sekunden Rückstand auf Niedzwiedz als zweiter. Nach dem zweiten Umlauf blieben die Stoppuhren der Zeitnahme bei 8.25,495 Min. stehen und Uwe Alzen hatte „mal eben“ Volker Stryceks Rundenrekord um fünf (!) Sekunden unterboten! Niedzwiedz lag bereits 14 Sekunden zurück und die 14.000 Zuschauer jubelten „ihrem“ Uwe Alzen zu. Es war die Fahrt eines Meisters. Sie dauerte allerdings nur bis zur siebten Runde. Ein gelockerter Unterboden im Frontbereich und eine daraus resultierende Beschädigung des Kühlers brachten das Ende. Uwe Alzen über sein neues Arbeitsgerät: „Das Auto ist ein Knaller.“ Und über seine Zukunft: „Die 24 Stunden auf dem Nürburgring sind für mich das Größte. Dann fahre ich auf jeden Fall das 6-Stunden-Rennen mit und Ende des Jahres in Australien ein 24 Stunden-Rennen.“
Zur Rennmitte lagen kurzzeitig Andreas und Ralf Schall an der Spitze des Gesamtklassements, da ihr Gruppe H-Mercedes 190E im Gegensatz zur Porsche 996-Konkurrenz nur einmal tanken muß. Am Ende reichte es zum tollen sechsten Platz, zusätzlich der fast schon obligatorische Sieg in der Gruppe H für das Vater-Sohn-Team. Zusammen mit den Engländern Jonathan Price und Phil Bennett lenkte Paris-Dakar-Siegerin Jutta Kleinschmidt den Raeder-Porsche GT3 RS, kam aber nur auf den siebten Gesamtrang. Die Kölnerin mußte sich auf den Porsche erst noch „einschießen“, verlor im Schnitt 30 Sekunden pro Runde auf die Teamkollegen.
Neue Tabellenführer sind Paul Hulverscheid und Bert Lambrecht. Sie fuhren mit ihrem Manthey-Porsche 996 GT3 Cup zum fünften Klassensieg in der Carrera-Cup-Klasse. Die bisherigen Tabellenführer Kai Riemer und „Bugs Bunny“ hatten zunächst Getriebeprobleme am Renault Clio RS. Auch ohne dritten Gang führten die beiden die Clio-Cup-Klasse an, blieben dann aber in der letzten Runde endgültig im Kesselchen stehen. Hulverscheid/Lambrecht haben nun 45,38 Punkte auf ihrem Konto und lediglich 0,17 Punkte Vorsprung vor Dr. Thomas Stoltz/Andreas Motte, die zum vierten Mal in der Klasse der Serienwagen bis 2500 ccm im KRS-BMW M3 die Nase vorn hatten. Auf Tabellenplatz neun konnten sich Helmut Müller/Klaus Abels verbessern. Trotz eines Reifenschadens in der letzten Runde am TM-BMW M3 E36 sah das Duo als zweiter bei den Specials bis 3000 ccm die Zielflagge.
Am stärksten besetzt war einmal mehr die Klasse der VLN-Specials bis 2000 ccm Hubraum. Michael und Ralf-Peter Bonk, wirklich Brüder und nicht wie anderen Meldungen zu Folge Geschwister, gewannen die punkteträchtige Kategorie im BMW 320iS vor Josef Klüber/Wolfgang Haugg im Kissling-Astra Coupe. Sollten sie weitere Erfolge einfahren, dürften sie bald zu den Favoriten für den Meistertitel zählen, denn nur die besten acht der elf Rennen umfassende Serie werden gewertet. Aus diesem Grund kann auch das Zwillingspaar Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche noch optimistisch in die Zukunft schauen. Mit dem Opel Corsa Sport von Kissling Motorsport fuhren die Hückeswagener zu ihrem vierten Sieg in der Klasse der Serienwagen bis 1850 ccm. „Dreieinhalb Stunden sind für uns am schwierigsten, da wir zweimal, die BMW aber nur einmal tanken müssen“, gab Jürgen Fritzsche vor dem Start zu bedenken.
Und zunächst bot vor allem der BMW 318iS von Sven Kehl/Konny Hoffmann den Zwillingen Paroli und verlor nur zwei Sekunden pro Runde. Doch ein Reifenschaden ließ nicht mehr als Platz sieben zu. Nachdem auch Klaus Wagenstetter/Manni Wader ihrem BMW Compact mit einem technischen Defekt im Bergwerk parkten und Rene Wolff/Hannes Hirsch in Aremberg leicht die Leitplanke „küssten“, lieferten sich Rolf Derscheid/Werner Schlehecker und Solist Dietmar Capelle einen tollen Kampf um Klassenrang zwei. Erstgenannte sollten am Ende mit 0,3 Vorsprung die Nase vorn haben. In der Gruppe N bis 2000 ccm führte lange Zeit Solist Jörg Viebahn überlegen. Doch die letzten vier Runden lief der Honda Civic Type-R nur noch auf drei Zylindern und Peter Venn/Dave Allan/Norbert Bermes sowie Ralph-Peter Rink/Hoppel Lohmann/Andreas Weiland zogen noch vorbei.
Stand in der Meisterschaft: 1. Lambrecht/Hulverscheid (Porsche) 45,38; 3. Motte/Stoltz (BMW) 45,21; 5. Mäder (Honda) 43,90; 6. Rink/Lohmann/Weiland (Honda) 41,06; 9. Müller/Abels (BMW) 40,74; 11. Schall/Schall (Mercedes) 40,74; 13. Hoffmann/Kehl (BMW) 39,10; 15. Derscheid (BMW) 38,78; 16. Fritzsche/Fritzsche (Opel) 38,67.
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