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2003-05-10 17:44:14 - ks
F3 Cup: De Oliveira gewinnt vor Barth und Neuhauser

Erster Sieg im Cup für João Paulo de Oliveira
João Paulo de Oliveira heißt der Sieger des ersten von zwei Rennen des RECARO Formel-3-Cups im Rahmen des „German 500”. Der von der Pole Position gestartete Brasilianer wurde auf den ersten Metern zwar von Hannes Neuhauser auf Rang zwei verdrängt, doch schon im ersten Umlauf stellte er die Reihenfolge der Startaufstellung wieder her, als er sich mit stehenden Rädern an Neuhausers gelbem Dallara F302 vorbeibremste. Danach gelang es dem JB-Piloten, sich kontinuierlich abzusetzen.

Hannes Neuhauser geriet unterdessen unter Druck von Sven Barth. In Runde fünf gelang es dem amtierenden Meister der Formel VW endlich, den zweifachen Oschersleben-Sieger zu überholen. Dass Barth schneller fahren konnte als es hinter Neuhauser möglich war, zeigte er sofort.

Neuhauser sah nun die beiden roten Dallara von Franz Schmöller und Markus Mann in seinem Spiegel, doch die beschäftigten sich so miteinander, dass der Österreicher keine ernsthaften Angriffe zu erwarten hatte. Im Gegenteil, er entfernte sich stetig von Schmöller und Mann.

Markus Mann war bis zu diesem Zeitpunkt einer der auffälligsten Piloten im Feld. Ohne eine gezeitete Trainingsrunde aus der letzten Reihe losgefahren, benötigte der am Dienstag erst 18 Jahre alt werdende Rookie nur wenige Umläufe, um in unmittelbarer Nähe von Franz Schmöller aufzutauchen. In Runde zehn hatte er nach einer interessanten Auseinandersetzung seinen 21jährigen Kontrahenten niedergerungen.

Aber da war Hannes Neuhauser schon enteilt. Gegen Rennende war sein Rückstand auf den Zweitplatzierten Sven Barth nur noch im Bereich weniger Zehntel Sekunden. Barth fuhr Kampflinie und hielt so seine Position. Damit durfte er in seinem erst dritten Formel-3-Rennen zum ersten Mal auf das Podest klettern.

Vorne war hingegen alles klar. João Paulo de Oliveira hatte sich während der 25 Minuten einen komfortablen Vorsprung aufgebaut und siegte deutlich vor Barth und Neuhauser.

Ein amüsantes Duell lieferten sich Thomas Rössler und Luca Iannaccone im hinteren Teil des Feldes. Der Italiener war schneller als der Deutsche, der im Bergrennsport groß geworden ist. Rundenlang lagen sie nahezu gleichauf, doch Rössler wehrte alle Angriffe ab. Schließlich schaffte es Iannaccone doch, vor dem Mann aus Fulda ins Ziel zu kommen.

Der einzige Pilot, der das Ziel nicht erreichte, war der Belgier Olivier Muytjens. Sowieso schon mit einem defekten Getriebe unterwegs, verschlechterte sich dessen Zustand immer mehr, um schließlich den Dienst komplett zu verweigern. Mit einem Getriebeschaden musste Muytjens vorzeitig aufgeben.

João Paulo de Oliveira: Ich musste mich sehr auf den Start konzentrieren, um Platz eins zu behalten. Aber Hannes’ Start war besser. Ich wusste, dass die erste Runde mit kalten Reifen wichtig ist, ich wollte unbedingt die Führung wiederhaben. Danach bin ich konstante Runden gefahren und habe den Abstand vergrößern können.

Hannes Neuhauser: Am Start konnte ich die Führung übernehmen, aber in der ersten Runde habe ich einen Fehler gemacht. João Paulo hat mich dann etwas angeschubst und ist vorbeigegangen. Sven Barth war auf der Geraden einfach schneller und ist wenig später ebenfalls an mir vorbei. Kurz vor dem Ziel habe ich noch einmal Druck gemacht, aber es hat nicht gereicht.

Sven Barth: Ich bin total zufrieden, ohne Testfahrten im Vorfeld im dritten Rennen gleich aufs Podest zu fahren ist sehr gut. Es könnte kaum besser laufen. Zum Schluss haben meine Reifen abgebaut, deshalb musste ich gegen Hannes Neuhauser hart kämpfen.

Markus Mann: Mein Start war super, ich habe gleich ein paar Plätze gewonnen. Das Auto lag im Rennen prima. Zum Schluss hatte ich noch einen Fight mit Franz Schmöller, er hat sich verbremst und ich konnte ihn überholen. Insgesamt bin ich zufrieden.


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